Allgemein

Allgemein / 23. Oktober 2019

Medien und digitaler Stress

Medien

Gastbeitrag von Ulrike Eckart

An einem schönen Spätsommerabend saßen wir mit ein paar Gästen ganz gemütlich im Garten.

Wir redeten über dies und das und tranken den ersten Federweißen. Später kam noch ein weiterer Gast hinzu, darüber freuten wir uns alle. Kurz nach seiner Ankunft bekam dieser Gast ein privates Video per Handy zugeschickt, welches er sich sofort anschaute. Wahrscheinlich war nicht klar, dass dieses Video ca. 15 min. lief. Der Gast beteiligte sich nun nicht mehr an unseren Gesprächen, er hatte ja zu tun mit dem Film. Dies störte mich sehr, ich hätte mich gern ein bisschen mit ihm unterhalten und ihn in unsere Runde mit einbezogen. 

Beim drüber nachdenken fiel mir auf, dass ich in der Vergangenheit schon einige negative Erfahrungen in puncto Unterhaltung/ Kommunikation und Medien gemacht habe. 

So passiert es mir beispielsweise oft, dass ich mich mit jemandem unterhielt, er bekam einen Anruf und ging sofort ans Telefon. Ich stand persönlich vor ihm, aber war nicht so wichtig wie der Anrufer (ich bringe natürlich volles Verständnis dafür auf, wenn es sich um einen wichtigen dienstlichen Anruf handelt). 

Ein weiteres Beispiel: ich musste schon einige Mütter beobachten, die ihren Kinderwagen schoben und gleichzeitig die ganze Zeit am Handy waren. Das finde ich sehr schade, denn jegliche Kommunikation mit dem Kind bleibt aus. Dem Kind wird keine Aufmerksamkeit geschenkt, die Eltern sind körperlich, jedoch nicht geistig, anwesend. 

In Gesprächen mit Eltern von Schulkindern, erfuhr ich oft, dass es „wahre Kämpfe“ bezüglich der Nutzung des PC´s oder Handys gibt. Z. B. wenn das Kind aus der Schule kommt, möchte es sofort an den PC, da das ja alle Klassenkameraden auch tun und sie gemeinsam spielen wollen. Ein Treffen bei Freunden oder beispielsweise auf einem Spielplatz gibt es schon lange nicht mehr. Das Spielen am PC ist nun mal zeitgemäß, macht großen Spaß und das Kind möchte natürlich auch „dazugehören“. Dagegen wäre ja im Prinzip nichts einzuwenden, doch dem Kind fehlt bezüglich der Nutzungsdauer oft die nötige Kompetenz zum sinnvollen Umgang mit den Medien.

Keine Frage – wir leben in einer digitalen Welt. Unsere Kinder wachsen damit auf und es ist sicher nicht einfach, den goldenen Mittelweg zwischen Verbot und Erlaubnis zu finden. 

In letzter Zeit machte ich mir viele Gedanken darüber, wie wir alle mit diesem Thema umgehen und in welchem Ausmaß wir dies überhaupt tun sollten. Klar ist auf jeden Fall, dass diese Medien, ob nun Handy, Tablet oder Mail usw. zu unserem heutigen Leben gehören und wir ohne dies nicht mehr in der modernen Gesellschaft mithalten könnten. 

Aber leider scheint es oft, als würde das Leben für manche Mitmenschen oft nicht in der Realität, sondern eher digital stattfinden.

Vielleicht sollte jeder mal für sich schauen, ob er tatsächlich anwesend ist in seinem Leben oder ob er nur digital unterwegs ist. Wieviel Zeit er mit diesen Medien verbringt und wieviel Zeit er seinen realen Freunden widmet. Ob er seinem Gegenüber genug Wertschätzung entgegenbringt, ob er dem digitalen Dauerstress ausgesetzt ist oder auch mal „ohne“ auskommen kann. Die Zeiten, die wir in der digitalen Welt verbringen, werden mit Sicherheit mehr werden. Durchaus betrifft es den einen mehr, den anderen weniger. Aber ich finde, es ist in der heutigen Zeit sehr wichtig über eine vernünftige Beziehung zu den Medien nachzudenken – jeder für sich.

Allgemein / 26. September 2019

Der große Preis des Mittelstandes 2019 – Wir sagen Danke!

Preis

Die Ehre ist groß, unsere Dankbarkeit noch größer. Am 31. August 2019 durften die beiden Mutmacher Walter Stuber und Dirk Eckart stellvertretend für das ganze Unternehmen den Preis der Finalisten zum Großen Preis des Mittelstandes in Empfang nehmen. In einem sind sich die Chefs der Gesellschaft einig: ohne ihre Mitarbeiter, Unterstützer, Ehefrauen und Familienangehörige wären weder Mutmacher Walter Stuber, noch Mutmacher Dirk Eckart so weit gekommen. Der Preis ist daher eine Auszeichnung für die gesamte Gesellschaft.

In guter Gesellschaft

Bereits zum 25. Mal ehrt die Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem Großen Preis des Mittelstandes all jene Unternehmen, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen. Die Zeitung DIE WELT nennt den Preis zu Recht die „deutschlandweit begehrteste Wirtschaftsauszeichnung“ und schon die Nominierung ist eine große Anerkennung geleisteter Arbeit.

Walter Stuber und Dirk Eckart befinden sich als Finalisten mit der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in guter Gesellschaft. Von den 16.000 Unternehmen, die seit 1994 für den Wettbewerb nominiert wurden, erreichten rund 5.000 die Jurystufen. Sie bilden das Netzwerk der Besten, das mit unternehmerischem Engagement ein erstrebenswertes Beispiel für Startups und Jungunternehmer bietet.

Eine Gemeinschaftsleistung

Der Dank, das möchten die beiden Mutmacher ausdrücklich betonen, gilt vor allem ihren Unterstützern. An erster Stelle sind das die Mitarbeiter, die jeden Tag tatkräftig und flexibel Höchstleistungen erbringen, klug mitdenken und das Rückgrat des Unternehmens darstellen. Ohne die tollen Mitarbeiter wäre das Unternehmen niemals dort, wo es heute ist. Auch die vielen Unterstützer unter den Kollegen, Zulieferern und Geschäftspartnern tragen einen wichtigen Teil zum Erfolg bei.

Doch allem voran gilt der Dank den Ehefrauen, die täglich den Rücken stärken, Liebe und Verständnis entgegenbringen und selbst in schwierigen Zeiten für die Gerüstbauer da sind. Zusammen mit den Familien liefern sie den Grund für den enormen Aufwand, den der Betrieb eines Gerüstbauunternehmens mit sich bringt. Zu guter Letzt darf an dieser Stelle die Leistung von Peter Dyroff der meeco Communication Services GmbH nicht unerwähnt bleiben. Seiner Arbeit und seiner Person gebührt besonderer Dank.

Für die Auszeichnung und die Mitwirkung aller Beteiligten sagen Walter Stuber und Dirk Eckart aus tiefstem Herzen Danke.

Allgemein / 12. September 2019

Die stärksten Säulen im Unternehmen

Unternehmen

Viele Unternehmer freuen sich über die Fachkompetenz Ihrer Mitarbeiter. Ein gutes Team ist jedoch nur dann erfolgreich, wenn die einzelnen Teammitglieder mitdenken, Hürden bemerken und potenzielle Konflikte selbst erkennen. Sie handeln schnell, wenn sich Hindernisse im Arbeitsalltag auftun und verschwenden keine Zeit damit, jedes Mal auf eine detaillierte Führung zu warten. Diese Fähigkeit ist wichtig, doch wie wollen wir sie nennen?

Eine Kompetenz ohne Namen

Eine gute Firma ist wie ein Segelschiff. Sein schnittiger Rumpf, das ist das Unternehmen, das die Mannschaft trägt und neuen Häfen entgegenfährt. Sein großes Segel, das ist die Fachkompetenz der Teammitglieder, die das Boot zu hohen Geschwindigkeiten antreibt. Sein Kapitän, das ist der Unternehmer, der das Ziel vorgibt, motiviert und nötigenfalls strenge Worte findet. Die Mannschaft, das sind die Mitarbeiter, ohne die das Schiff stranden würde.

Wie gut die Winde der Märkte auch blasen, ein Segelschiff kommt nur voran, wenn die Mannschaft es versteht, die Segel nach dem Wind auszurichten. Für diese Kompetenz zum Mitdenken, zum Vertrauen auf den Kapitän, fehlt im Deutschen ein passender Name.

Das Gegenstück zur Führungskompetenz

Gute Führung allein bringt kein Team zum Erfolg. Nur wenn ein Team mit dem Teamleiter zusammen arbeitet, profitieren beide Seiten. Gute Mitarbeiter wissen, wann sie einem Unternehmer vertrauen müssen und wann es angebracht ist, ihn auf Alternativen aufmerksam zu machen.

Im Englischen steht der Führung (leadership) die Gefolgschaft (followership) gegenüber. Die deutsche Übersetzung lässt dahinter jedoch einen Führungsstil vermuten, der von oben herab erfolgt und so auch erlebt wird. Vielleicht sollten wir diese wichtige Fähigkeit daher „Mitmachkompetenz“ nennen. Der Begriff verdeutlicht auch, dass es sich hierbei um eine aktiv gelebte Fähigkeit handelt.

Eine Kompetenz mit Zukunft

Unternehmer sind gut beraten, Angestellte mit hoher Mitmachkompetenz sowie Team- und Kommunikationsfähigkeiten im Auge zu behalten. Nicht selten finden sich darunter geeignete Kandidaten zur internen Nachbesetzung von Führungspositionen.

Gleichsam zeigt ein Angestellter durch seine motivierte Mitmachkompetenz, dass er bereit ist, verantwortungsvolle Aufgaben engagiert zu übernehmen und zum Wohl des Unternehmens zu erledigen. Diese sichtbare Motivation ist der schnellste Weg zu mehr Verantwortung, höherem Gehalt und einer gelungenen Karriere. Ein Unternehmen, bei dem Mitarbeiter und Führung auf diese Weise zusammenarbeiten, segelt immer mit dem Wind im Rücken.

Allgemein / 28. August 2019

Mutmacher helfen: Schutzbrillen für Uganda

Schutzbrillen

Arbeitsschutz – eine Selbstverständlichkeit bei unserem Gerüstbau. Doch für Kinder in den Steinbrüchen von Uganda ist dieser Schutz oft unerreichbar. Das darf nicht so bleiben, daher haben wir uns als Mutmacher von der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH zum Anpacken entschlossen. Das Projekt „Wir helfen Sehen“ erhält von uns als Unterstützung eine Schutzbrillen-Spende.

Dieser Verein bringt Augen-Licht ins Dunkel

Einige Schicksale klingen so unglaublich, das wir sie gedanklich gern zur Seite schieben. Als ich davon hörte, das Kindern in Uganda der Bildungsweg verwehrt bleibt, wenn sie ihr Augenlicht bei der Arbeit im Steinbruch verlieren, da musste ich handeln.

Der Verein „Wir helfen Sehen“ hat sich diesem speziellen Problem angenommen. Er sammelt die nötige Unterstützung, um Kinder in ugandischen Steinbrüchen mit Brillen auszustatten. Dieses so simple Produkt kann den Unterschied zwischen einem Leben in Armut und einem Kind auf der Schulbank ausmachen. Jede Spende, jede einzelne Schutzbrille kann so ein Leben nachhaltig verändern.

Sachspende zum Arbeitsschutz

Erfahren habe ich von diesem humanistischen Projekt bei einem Vortrag des Business Network International (BNI). Optikermeister Jens Uwe Halir aus Penig hat die Situation in Uganda anschaulich anhand von Bildern aus der Region demonstriert. Diese Bilder wollten mir nicht aus dem Kopf gehen.

Als Mutmacher bin ich den direkten Weg gewohnt. Vor allem, wenn es um die Unterstützung aufstrebender Talente geht. Daher habe ich die benötigten Schutzbrillen beschafft und dem Verein als Spende übergeben. Mitglieder des Vereins werden diese Brillen bei ihrer nächsten Fahrt nach Uganda mitnehmen und vor Ort verteilen. Ich hoffe, dass sie den Kindern dort den nötigen Schutz bieten. Wie wichtig Arbeitsschutz ist, sehe ich jeden Tag bei unserer Arbeit auf dem Gerüst.

Mutmacher bieten und ergreifen Chancen

Stellen Sie sich vor, wie die Welt aussehen könnte, wenn jeder die Chance ergreift, einem Schwächeren Schutz und Bildung zu ermöglichen. Das ist die Welt, in der ich Leben möchte. Lassen Sie mich Ihnen daher Mut machen.

Sehen Sie hin, nicht weg. Halten Sie die Augen offen für kleine, persönliche Hilfsprojekte wie „Wir helfen Sehen“. Geben Sie Ihre Spende und Unterstützung für ein Projekt, das Ihren Hoffnungen und Wünschen an eine lebenswerte Zukunft entspricht. So werden Sie zu einem Botschafter für die Welt, in der wir alle gern leben möchten.

Schutzbrillen

Allgemein / 12. August 2019

Meine Zahlen für 2019

Zahlen

Gastbeitrag von Nicole Lange

6,7,8 – das sind meine Zahlen für 2019 die mich durch das Jahr begleiten werden.

Doch was haben diese auf sich?

Seit fast 6 Jahren (Oktober) arbeite ich bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein.

Am Anfang habe ich noch Baustellenunterlagen in Papierform eingescannt und digitalisiert, habe meine Kollegen oft um Hilfe fragen müssen und stand auch schon manchmal davor, aufzugeben.

Doch das hatte ich nicht, denn ich habe für meine Tochter zu sorgen.

Nun lege ich sämtliche Unterlagen direkt digital ab, denn jeder Kolonnenführer hat ein Tablet zum Ausfüllen. Ich arbeite in unserer Mitarbeiter-App, mit OneNote und OneDrive. Ich habe auch, und das macht mich sehr stolz, eine Urkunde mit dem Titel „Direktorin des ersten Eindrucks“ erhalten.

Also man sieht, wenn man den Mut nicht verliert, kann man vieles erreichen.

Die Zahl 7 steht für die Jahre, in der mein Mann und Papa meiner Tochter tot ist. Es war ein harter Schlag. Auch er hat bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH als Gerüstbauer gearbeitet. Er bekam von der Firma die Möglichkeit seinen LKW-Führerschein zu machen und auch bei unserer Hochzeit 2010 war sein Chef Dirk Eckart mit vor Ort.

Zur Beerdigung 2012 kam eine Vielzahl von Menschen, auch Arbeitskollegen und beide Chefs Walter Stuber & Dirk Eckart waren da und nahmen Anteil. Ein sehr bewegender Moment für mich.

In diesen Momenten fehlte mir oft Mut und Kraft weiter zu machen, aber ich hatte viele Freunde um mich herum die mir geholfen haben, über diese schwere Zeit hinwegzukommen.

Die Zahl 8 steht für meine Tochter, diese wird jetzt im Mai 8 Jahre alt und ist mein allergrößter Schatz. Sie erinnert mich sehr an ihren Vater und als ich sie mal fragte, wo sie denn einmal arbeiten möchte, sagte sie: „Ich möchte auch einmal bei Gemeinhardt Gerüstbau arbeiten“. Auch bei ihr brauche ich manchmal viel Mut & Ausdauer, um mich durchzusetzen und ihren süßen Kulleraugen zu widerstehen.

Wie ihr seht, sind meine Mut-Zahlen für 2019 die 6, die 7, und die 8.

Scheitern? Das ist mir nie begegnet. Alles, was mir begegnete, waren vorübergehende Rückschläge.

Bill Marriot