Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung

Menschen begeistern. Zukunft gestalten. Verantwortung übernehmen.

Ich bin Dirk Eckart, Unternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter der GEMEINHARDT SERVICE GmbH Spezialgerüstbau. Seit über 40 Jahren bin ich im Gerüstbau zu Hause. Was mich dabei bis heute antreibt, ist die Begeisterung für Menschen, neue Ideen und die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen.
Mein Lebensweg zeigt: Erfolg entsteht nicht von allein. Er braucht Mut, Ausdauer, klare Ziele und vor allem Menschen, die gemeinsam an einem Strang ziehen.

Vom Baufacharbeiter zum Unternehmer

Mein beruflicher Weg begann 1983 mit einer soliden Ausbildung zum Baufacharbeiter beim BMK Süd Ingenieurhochbau Leipzig, die ich 1985 erfolgreich abschloss.
Bereits mit 18 Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft für den Gerüstbau. Ein Beruf, der mich von Anfang an faszinierte, weil er handwerkliches Können, technisches Verständnis, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein miteinander verbindet.
Bis 1994 sammelte ich als Gerüstbauer in verschiedenen Unternehmen wertvolle praktische Erfahrungen. Anschließend übernahm ich bei der Gerüstbau Gemeinhardt Roßwein GmbH die Verantwortung als Bauleiter.

2001 folgte der entscheidende Schritt in die Selbstständigkeit.

Gemeinsam mit Walter Stuber gründete ich die heutige Gemeinhardt Service GmbH Spezialgerüstbau. Aus unserer gemeinsamen Vision entwickelten wir über 25 Jahre ein Unternehmen, das sich auf anspruchsvolle und außergewöhnliche Gerüstbaulösungen spezialisiert hat.
Bis zum 31. Dezember 2025 führten Walter und ich das Unternehmen gemeinsam.
Am 1. Januar 2026 begann ein neues Kapitel: Seitdem führe ich die GEMEINHARDT SERVICE GmbH Spezialgerüstbau gemeinsam mit Ingolf Stuber, dem Sohn meines langjährigen Geschäftspartners Walter Stuber.
Ein Generationswechsel, der für Kontinuität, Vertrauen und neue Perspektiven steht.

Zukunft gestalten – mit Digitalisierung, Automatisierung und Menschlichkeit

Als Unternehmer ist es meine Aufgabe, nicht nur das Heute erfolgreich zu gestalten, sondern unser Unternehmen auch auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten.
Mein Fokus liegt deshalb auf drei wesentlichen Zukunftsthemen:
Digitalisierung: Moderne Technologien, digitale Planung und intelligente Prozesse helfen uns, präziser, effizienter und vorausschauender zu arbeiten.
Automatisierung: Wiederkehrende Abläufe vereinfachen, Ressourcen sinnvoll einsetzen und Freiräume für die wirklich wichtigen Aufgaben schaffen.
Menschen im Mittelpunkt: Bei aller Begeisterung für Technik dürfen wir eines niemals vergessen: Ein Unternehmen wird nicht durch Maschinen erfolgreich, sondern durch Menschen.
Unsere Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sind und bleiben die tragenden Säulen der Gemeinhardt Service GmbH.
Ich bin überzeugt: Die Zukunft gehört den Unternehmen, die technischen Fortschritt mit Menschlichkeit verbinden.
Dabei bedeutet Führung für mich nicht, alles selbst zu machen, sondern Menschen zu fördern, Verantwortung zu übertragen und gemeinsam Ziele zu erreichen.

Meine Wurzeln – in Roßwein zu Hause

Geboren wurde ich am 10. Januar 1967 in Döbeln als drittes von vier Kindern.
Aufgewachsen bin ich in meiner Heimatstadt Roßwein in Sachsen. Meine Kindheit war geprägt von Freundschaften, Gemeinschaft und dem Zusammenhalt der Menschen in unserer Stadt. Diese Erfahrungen haben meine persönliche Entwicklung und mein soziales Miteinander nachhaltig geprägt.
Von 1973 bis 1983 besuchte ich die Geschwister-Scholl-Oberschule in Roßwein.
Eine besonders schöne Geschichte verbindet mich mit dieser Schulzeit: Schon damals saß meine spätere Frau Ulrike mit mir in derselben Klasse.
Seit 1985 gehen wir gemeinsam durchs Leben. 1992 haben wir geheiratet. Mit der Geburt unserer Tochter Suse im Jahr 1993 und unseres Sohnes Hannes im Jahr 1999 wurde unser Familienglück komplett.
Auch meine Wehrpflicht gehört zu meinem Lebensweg. Von 1986 bis 1987 leistete ich meinen Dienst bei der Grenzbrigade Küste der Grenztruppen der DDR.
Meine Familie und meine Heimat geben mir bis heute Rückhalt, Bodenständigkeit und die Kraft, neue Herausforderungen anzunehmen.

Unternehmer sein heißt, Verantwortung zu übernehmen

In mehr als vier Jahrzehnten Berufsleben habe ich eines gelernt:
Erfolg ist kein Zufall. Er entsteht durch Entscheidungen, Vertrauen, Beharrlichkeit und den Mut, auch einmal neue Wege zu gehen.
Ich glaube an die Kraft des Handwerks, an ehrliche Partnerschaften und an die Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen.
Für mich bedeutet Unternehmertum weit mehr als Umsatz, Gewinn und Wachstum. Es bedeutet, Perspektiven zu schaffen, junge Menschen auszubilden, Verantwortung für Mitarbeiter zu übernehmen und unserer Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Stillstand ist für mich keine Option. Ich möchte auch in Zukunft neugierig bleiben, Veränderungen aktiv gestalten und andere Menschen ermutigen, ihre eigenen Ideen in die Tat umzusetzen.
Mein Motto: Nicht nur darüber reden, was man machen müsste – sondern gemeinsam anpacken und machen!
Immer gut gerüstet
Euer Dirk Eckart
Unternehmer, Gerüstbauer, Mutmacher & Hochstapler

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 20. Januar 2025

Warum Kunden abwandern

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Warum Kunden abwandern: Erkenntnisse und Maßnahmen, um sie zurückzugewinnen 

Lassen Sie mich eine Geschichte erzählen: Vor einigen Jahren hatten wir einen stetigen Kundenstamm, der uns treu zur Seite stand. Doch plötzlich bemerkten wir eine erhöhte Abwanderungsrate. Die Gründe? Nun, die sind vielfältig – und ich möchte sie heute reflektierend und offen mit Ihnen teilen, damit Sie diese Tücken in Ihrem eigenen Geschäft vermeiden können. 

Einer der Hauptgründe für die Abwanderung war der mangelnde Mehrwert. Manchmal dachten wir, dass unser Angebot selbsterklärend sei und dass unsere Kunden automatisch den Nutzen erkennen würden. Doch weit gefehlt! Kunden möchten immer den Mehrwert erleben, den Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bietet. Wenn sie diesen nicht spüren, suchen sie sich alternative Anbieter, die ihnen mehr zu bieten scheinen. Ein Learning daraus? Kommunizieren Sie den Mehrwert klar und deutlich – immer wieder! 

Dann sind da noch die Herausforderungen des Kundenservices. Wir alle sind nur Menschen, und manchmal rutschen uns mal Fehler durch. Doch schlechter Kundenservice – sei es durch lange Wartezeiten, mangelnde Hilfsbereitschaft oder fehlende Lösungsorientierung – kann schnell zum Desaster führen. Unsere Kunden wollten gehört und ernst genommen werden. Darum haben wir unser Service-Team geschult, damit diese immer freundlich und proaktiv agierten. Ihre Kunden müssen das Gefühl haben, dass sie bei Ihnen gut aufgehoben sind – sonst sind sie schneller weg, als Sie „Kundentreue“ sagen können. 

Ein weiterer Punkt war die Kommunikation. Kommunikation ist der Schlüssel zu jeder guten Beziehung. In Zeiten, in denen man so schnell durch digitale Kanäle miteinander verbunden ist, kann fehlende oder unzureichende Kommunikation das Todesurteil für Kundenbeziehungen sein. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden regelmäßig gut informiert und in die Unternehmensprozesse eingebunden sind. Eine offene und klare Kommunikation sorgt nicht nur für Transparenz, sondern auch für Vertrauen. 

Auch die Konkurrenz schläft nicht. Es gibt immer andere Anbieter, die ihre Produkte und Dienstleistungen vielleicht günstiger oder qualitativ hochwertiger anbieten. Doch es geht nicht nur um den Preis – zusätzliche Vorteile und Boni können den Unterschied machen. Wir haben unsere Angebote analysiert und geschaut, wie wir uns von der Konkurrenz abheben können. Kreativität und Innovation sind hier Ihre besten Freunde. 

Nicht zu vergessen sind die negativen Erfahrungen, die Kunden mit Ihrem Produkt oder Service machen können. Fehlerhafte Produkte oder eine schlechte Qualitätserfahrung können den Kunden dauerhaft verprellen. Deshalb ist es wichtig, dass Qualität und Service immer an oberster Stelle stehen. 

Schließlich gilt es, sich immer wieder auf die sich ändernden Bedürfnisse der Kunden einzustellen. Niemand hat gerne Stillstand – und Ihre Kunden schon gar nicht. Passen Sie Ihre Angebote flexibel an die neuen Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Kunden an. Seien Sie ein Problemlöser und ein zukunftsorientierter Partner. 

Letztendlich geht es darum, sich mit den Gründen für die Kundenabwanderung auseinanderzusetzen und aktiv Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Indem wir in den genannten Bereichen Verbesserungen vornehmen, steigern wir nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern binden unsere Kunden langfristig an uns. 

Ich hoffe, diese Einblicke konnten Ihnen ein wenig weiterhelfen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreibt doch in den Kommentaren eure Gedanken dazu und teilt diesen Beitrag gerne mit euren Netzwerken. Abonniert meinen Blog für weitere wertvolle Tipps und Geschichten! 

Mit vielen Grüßen und immer gut gerüstet,

euer Dirk Eckart

 

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 2. Februar 2023

Geld oder Teamgeist – was motiviert Mitarbeiter im Handwerk

Geld oder Teamgeist - was motiviert Mitarbeiter im Handwerk

Geld oder Teamgeist - was motiviert Mitarbeiter im Handwerk?

Ein Sprichwort sagt: „Wer nichts als Geld verdient, verdient nichts als Geld.“ Vieles im Leben ist wichtiger, als monetärer Reichtum. Wir alle wissen das und messen unseren Erfolg dennoch häufig an Zahlen, die auf unserem Bankkonto stehen. Welche Auswege gibt es?

Wenn Geld  die Ziele ersetzt

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Auf Ihrem Weg zur Arbeit schauen Sie ein paar Jugendlichen zu, die fantastische Tricks mir dem Skateboard ausführen. Weil Ihnen das Spektakel gefällt, bieten Sie den Jugendlichen 100 Euro, wenn Sie Ihnen morgen wieder ihre Tricks zeigen.

Vom Geld angetrieben legen sich die jungen Skateboarder am nächsten Tag richtig ins Zeug. Sie zahlen ihnen die versprochene Summe und versprechen für den nächsten Tag noch immer 50 Euro, weil Sie die Tricks nun schon kennen.

Viele der Jugendlichen zeigen weiter ihre Tricks, jedoch weniger enthusiastisch. Halbieren Sie nun weiter die Belohnung, werden die Skateboarder irgendwann aufhören, Ihnen ein Schauspiel zu bieten. Was die Jugendlichen also am Anfang rein aus Spaß taten, machen sie nun nicht einmal mehr für die angebotene Belohnung. Ihr Geld-Anreiz hat die Motivation zerstört.

Teamgeist im Unternehmen wichtiger als monetäre Anreize

Viele Unternehmen im Handwerk locken mit Geld-Prämien. Im Endeffekt sind das lediglich Zahlen auf der Gehaltsabrechnung, die wenig zur Motivation beitragen. Dass das Handwerk als Garant für eine hohe Zufriedenheit gilt, liegt dabei vor allem am Teamgeist. Stimmt der Teamgeist, steigt die Freude an der Arbeit.

Was kann ein Unternehmen im Handwerk also tun, um den Teamgeist zu fördern? Punkt eins ist sicherlich, clevere, sachbezogene Prämien auszugeben. Ein Verwöhn-Wochenende als Belohnung, eine Wallbox in der Firma zum bequemen Aufladen der privaten PKWs oder die freie Wahl beim Firmen-Handy - mit kreativen und individuellen Ideen zeigen Unternehmen den Mitarbeitern, dass sie mehr als nüchterne Zahlen für sie sind.

Feingefühl und Kreativität

Ein wenig Feingefühl ist jedoch angebracht. Zigaretten oder Alkohol setzen in einem gesundheitsbewussten Unternehmen ein falsches Signal. Grundsätzlich sind den Verantwortlichen im Unternehmen bei ihrer Kreativität jedoch nur wenig Grenzen gesetzt.

Schmunzeln Mitarbeiter mal über eine Prämie, fördert diese trotzdem den Teamgeist und bleibt im Gedächtnis. Im Handwerk darf es gerne einmal mit Humor zugehen. Wichtig sind die Geste und der Teamgeist, denn wie der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca schon früh erkannte: „Geld hat noch niemanden reich gemacht.“

Dirk Eckart 

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 29. September 2022

Lasst uns Brücken bauen

Lasst uns Brücken bauen

Herausforderung Brücke - Sanierungsbedarf als Gefahr für den Mittelstand?

In den kommenden Jahren stehen Sanierungen von mehr als 13.000 Autobahnbrücken an. Die Autobahn GmbH des Bundes hat nach eigenen Angaben Kapazitäten für 100 Brückensanierungen im Jahr. Würde der Alterungsprozess jeder einzelnen Brücke in Deutschland stoppen, wäre die Arbeit in 130 Jahren erledigt. Muss der Mittelstand seine Waren und Dienstleistungen künftig über den Luftweg anbieten?

Gerüstbau an der Brücke - viel Arbeit für unser Handwerk

Die Sanierung einer Brücke ist aufwendig, das wissen wir im Gerüstbau aus erster Hand. Mit dem optimistischen Ziel der Autobahn GmbH ihre Leistung bis 2026 auf 400 Brückensanierungen pro Jahr zu steigern, geht das Bundesunternehmen in die richtige Richtung. Doch selbst mit der Steigerung wäre die Gesellschaft mehr als 30 Jahre beschäftigt. Jede einzelne Brücke liefe Gefahr, vom Sanierungsobjekt zum Abrissfall zu verkommen.

Düstere Zeiten für das Handwerk in Deutschland und den Mittelstand, denn jeder Abriss führt zu Sperrungen und Staus, die Behinderungen für das Handwerk bedeuten, mit höheren Transportkosten. Dagegen bietet der Gerüstbau Lösungen mit Spezialgerüsten, die den Verkehrsfluss am Laufen halten. Gesamtwirtschaftlich ist die Sanierung einer Brücke wohl die bessere Wahl.

Rettung durch die Deges?

Die Projektmanagementgesellschaft Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) steuert seit 30 Jahren Großprojekte für den Bund. Erfolgreich, denn mittlerweile haben sich 12 Bundesländer angeschlossen. Da ist es im Gespräch, die Deges der Autobahn GmbH als Tochtergesellschaft an die Seite zu stellen. Für ihre eigenen Brückensanierungen will ein Teil der Bundesländer jedoch nicht auf die Hilfe der Deges verzichten und stellt sich daher gegen diese Übernahme.

Ob der Bund zeitnah Alternativen für das Brückenproblem präsentieren kann oder sich die Bundesländer umstimmen lassen, wird die Zeit zeigen. Für den steigenden Verkehr und die Unternehmen im Mittelstand sollte der Bund besser schnell eine Lösung finden.

Vorausschauende Lösungsansätze liegen auf dem Tisch

So wie das Gerüstbau-Handwerk hilft, die Lebensdauer von Brücken zu verlängern, wäre die Übernahme der Deges auch nur ein erster Schritt für den Mittelstand. Langfristig muss der Beruf des Bauingenieurs attraktiver werden, um viele Nachwuchsingenieure für eine dauerhafte Lösung zu gewinnen.

Bis es soweit ist, kann uns Hightech helfen, diese Zeit zu überbrücken. Textilbeton aus Carbonfaser statt Stahlbeton, Seile aus Faserverstärkten Kunststoffen sowie Pflaster aus Hightech-Fasern als Ersatz für den Rostanstrich sind Wege, der Korrosion entgegenzuwirken. Golfball-Grübchen an den Halteseilen, Smarte Hydraulik-Dämpfer mit Funksensoren und permanente Überwachung durch Wetterstationen, GPS-Geräte und Verformungssensoren helfen, auftretende Kräfte durch Wind und Verkehr in den Griff zu bekommen.

Natürlich hoffen wir im Gerüstbau-Handwerk, dass die Politik die Brückensituation zügig angeht und sowohl Voraussicht, wie auch politischen Willen zeigt. Wir sind gerne bereit unsere Gerüstbau-Expertise beizusteuern, um weniger als 130 Jahre auf die dringend notwendige Sanierung der Brücken zu warten.

Ihr Dirk Eckart

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 1. September 2022

Teambildung auf 2 Rädern

Teambildung auf 2 Rädern

Scaffold Ride 2022 - Gerüstbau-Freizeit mit dem Motorrad

Gerüstbau, das ist mehr als ein Handwerk. Wenn 30 Gerüstbauer auf ihre heißen Öfen springen, um das Erzgebirge unsicher zu machen, dann nennen wir das Freizeit, Spaß und Stärkung des Team-Geistes. Alle sind im gleichen Team, vom Azubi bis zum Chef und düsen auf Augenhöhe durch Deutschlands wildromantisches Zschopautal. Das ist der Scaffold Ride 2022.

Handwerk und Freizeit gehen im Gerüstbau Hand in Hand

In schwindelerregender Höhe, ein nahezu täglicher Einsatzort im Gerüstbau, muss sich jeder auf seine Kollegen verlassen können. Das untereinander aufgebaute Vertrauen im Team ist aber auch ein hervorragender Nährboden für enge Freundschaften, ausgelassenen Freizeit-Spaß und gemeinsame Hobbys. Schon Basketball-Ikone Michael Jordan erkannte in der Team-Arbeit den Weg zum Erfolg und bemerkte: „Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnt Meisterschaften.“

Kein Wunder also, dass sich jedes Jahr Gleichgesinnte aus dem Gerüstbau–Handwerk zum Scaffold Ride treffen, um ihre Freizeit gemeinsam zu verbringen. 2022 kamen im mittelsächsischen Flöha 30 Mitarbeiter auf ihren Feuerstühlen zusammen, alle heiß auf enge Kurven, deftige Gulaschsuppe, knisterndes Lagerfeuer und anregende Gespräche.

Freizeit-Vergnügen auf 170 Kilometern Länge

Erstes Wochenende im Juli, 9 Uhr, Treffpunkt Firmengelände. Vier Mitarbeiter waren dem Aufruf in unserer Firmen-App gefolgt, um an der diesjährigen Motorrad-Freizeit im Erzgebirge teilzunehmen. Die Taschen gepackt, die Bikes aufgetankt, so startete unser Team zum 40 km entfernten Flöha.

Stolz bin ich vor allem darauf, dass auch einer unserer Azubis unsere kleine Gruppe unterstützte. Zeigt es doch, dass die Hierarchien im Handwerk kleiner sind, als in vielen anderen Berufsgruppen. In Flöha trafen wir auf die übrigen motorisierten Gerüstbauer, mit denen wir die 170 km lange Tour antraten. Gespräche über dies und das, Fachsimpeln über unser Handwerk und eine leckere Pause mit Gulaschsuppe über dem Lagerfeuer ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Alles in allem war die Motorrad-Freizeit ein fröhlicher und positiver Ausgleich zur täglichen Arbeit.

Freizeitaktivitäten und ihr wichtiger Beitrag zur Teambildung

Freizeitaktivitäten wie der Scaffold Ride erfüllen eine essenzielle Aufgabe für die Teambildung. Da weder im Handwerk, noch in irgendeinem anderen Berufsfeld Talent alleine für den Erfolg ausreicht, sind wir immer auf die Zusammenarbeit mit Kollegen und Geschäftspartnern angewiesen.

Um alle Mitglieder im Team mit ihren Stärken und Schwächen richtig einschätzen zu können, hilft es, sie über dem beruflichen Rahmen hinaus kennenzulernen. Während der Freizeit ist es viel leichter, den Freund in einem Mitmenschen zu entdecken. Hier begreifen wir, dass Kollegen mehr sind, als das biologische Inventar der Firma. Ich hoffe daher, dass wir noch sehr oft die Gelegenheit haben werden, neue Freunde zwischen Motorrad-Spaß, Lagerfeuer-Romantik und Gerüstbau-Nostalgie zu finden.

Ihr Dirk Eckart 

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 4. August 2022

Was motiviert Azubis zu einer Ausbildung im Handwerk?

Motivierte Azubis im Handwerk

2021 erhielten im deutschen Handwerkfast 360.000 Lehrlinge eine qualifizierte Ausbildung. Das sind rund 29 Prozent aller Azubis in Deutschland. Im Team und mit den Händen zu arbeiten waren die primären Wünsche der angehenden Handwerker. Mit der Generation-Z rücken für die Ausbildung im Handwerk nun jedoch interessante andere Werte in den Vordergrund, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Spaß, Sicherheit und ein guter Verdienst

Ein Team des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk (fbh) erforschte die wichtigsten Gründe, warum Azubis heute ins Handwerkgehen. Für viele vielleicht überraschenderweise landeten auf den oberen Plätzen die Gründe

  • Spaß,
  • Sicherheit und
  • ein guter Verdienst.

Noch interessanter waren jedoch Angaben der Azubis zu den Gründen, weswegen sie sich einen spezifischen Betrieb für ihre Ausbildung ausgesucht haben. Rund die Hälfte wählten einen Betrieb, weil dieser schnell auf ihre Bewerbung reagiert hatte. Dagegen spielten Zusatzleistungen gerade einmal für 7,5Prozent der Befragten eine Rolle.

Warum die Generation-Z so unterschiedliche Berufswünsche hat

Unternehmer stehen immer wieder vor der schwierigen Aufgabe, sich auf unterschiedliche Wünsche und Anforderungen einer neuen Generation einzustellen. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, denn wir entwickeln uns kulturell weiter.

Jene Berufsanfänger, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden, sind in einem Umfeld gesteigerter Eigenverantwortung aufgewachsen. Sie sind von der Schule und ihrem Elternhaus gewohnt, detailliertes Feedback zu ihren Arbeiten zu bekommen. Ein ähnliches Feedback erwarten sie daher auch in der Ausbildung zu erhalten.

Eine Anweisung mit bedingungsloser Folgsamkeit auszuführen, ist dieser Generation fremd. Bin ich als Unternehmer jedoch gewillt, die Hintergründe und Motivation für einen Arbeitsschritt zu erklären, beginnen vieler der Gen-Z-Azubis sofort damit, sich aktiv in den Arbeitsprozess einzubringen. Sie sprechen sich im Team ab und finden Lösungen, auf die wir alten Hasen vielleicht nie gekommen wären. Eigentlich ist das der Idealfall, den wir uns in der Ausbildung wünschen.

Das Potenzial der Generation-Z nutzen

Wenn heutige Azubis besser im Teamarbeiten, dann sollte ich sie auch im Teamarbeiten lassen. Meine Aufgabe als Unternehmer ist es, regelmäßiges Feedback bei der Ausbildung im Handwerk zu geben und ein offenes Ohr für neue Ideen und Anregungen zu haben. So wachsen wir als Teamzusammen und lernen die Stärken des Gegenübers zu nutzen.

Das beginnt schon bei der Bewerbung. Reagiere ich schnell, zeigt es, dass ich ehrlich interessiert an der Bewerbung bin. Das mag nicht immer bequem für mich sein, aber nur so sichere ich mir enthusiastisches Personal für das Weiterbestehen meiner Firma.

Als wichtig sehe ich auch das Durchführen von Tagen der offenen Tür, die Teilnahme an Zukunftstagen sowie das Anbieten von Schülerpraktika an. Hier kann ich gezielt auf die drei Top-Wünsche eingehen und vom Spaß im Handwerk, der Sicherheit in der Branche und dem zukünftigen Verdienst berichten. Kurzum, indem ich aktiv auf die Azubis zugehe, zeige ich ihnen meine Wertschätzung und das kommt bei allen Generationen gut an. 

Ihr Dirk Eckart