Alle Beiträge von Dirk Eckart

Allgemein / 23. Januar 2019

Gärtner für das eigene Schicksal

Gärtner für das eigene Schicksal

Indem Sie den Menschen in Ihrem Umfeld eine Chance geben, machen Sie sich selbst zum Gärtner für das eigene Schicksal. Jedes Mal, wenn Sie einem Freund, Familienmitglied oder Kollegen eine Chance geben, dann säen Sie den Samen für Freude und Zufriedenheit. Mit etwas Glück stehen Sie schon bald in einem blühenden Garten aus positiv gestimmten Mitmenschen.

Familienmitgliedern eine Chance geben

Die Familie ist das, was den meisten Menschen am nächsten steht. Hier bedarf es kaum einer Anstrengung, wenn ich meinen Kindern, meiner Frau oder lieben Angehörigen eine Chance geben möchte. Mit einer guten Ausbildung ebne ich unserem Nachwuchs den Weg in eine zufriedene Zukunft. Wenn ich meine Frau in ihren Hobbys und persönlichen Entfaltung unterstütze, sehe ich sie ein erfülltes und glückliches Leben führen. Für die Verwandtschaft versuche ich stets ein hilfsbereiter Ansprechpartner zu sein.

Ein Chancen-Geber für die Familie zu sein, ist ebenso wichtig, wie für weniger nahestehende Personen. Vielleicht ist es sogar noch wichtiger. Aus einem fröhlichen und liebevollen Familienumfeld schöpfe ich täglich sehr viel Kraft. Das ist die Ernte, die ich als Chancen-Geber einfahre.

Freunden eine Chance geben

Meine Freunde sind durchweg ehrliche, freundliche und authentische Menschen. Sie bergen für mich einen großen Schatz an Lebenserfahrung, auf den ich gerne und häufig zurückgreife. Ihnen eine Chance geben heißt, sie mit Ratschlägen und Hilfe zu unterstützen, wo immer ich kann. Ein Freund, dem ich in Zeiten der Not zur Seite stehe, kommt schnell wieder auf die Beine. Ein Wagnis hat größere Aussichten auf Erfolg, wenn Freunde da sind, die an die Fähigkeiten glauben.

Mit jedem erfolgreichen Projekt meiner Freunde fühle ich mich ähnlich stolz, wie bei meinen eigenen Unternehmungen. Ein schönes Gefühl, das ich mit ernstgemeinter Unterstützung und hilfreichen Ratschlägen selber spüren darf.

Kollegen eine Chance geben

Wie wichtig es ist, Kollegen eine Chance zu geben, durfte ich in meiner beruflichen Vergangenheit selber lernen. Chancen, die mir zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung gegeben wurden, haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Dass ich heute etwas von meinem Erfolg zurückgeben kann, liegt allein an weitsichtigen Vorgesetzten, die mir selbst wichtige Entwicklungschancen geboten haben.

Heute versuche ich meinen Mitarbeitern ähnlich gute Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten. Viele belohnen mich dafür mit beruflicher Hingabe und einem Arbeitseifer, auf den ich mich jederzeit verlassen kann.

Mutmacher

Auch über die Grenzen der eigenen Firma hinaus versuche ich Menschen Hilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu geben. So lasse ich in meinen Büchern Mutmacher 1 und Mutmacher 2 Gründerinnen und Gründer zu Wort kommen, die von Ihren Herausforderungen erzählen. Ich hoffe, der eine oder andere Interessierte findet so den Mut, den eigenen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

In meiner Umgebung versuche ich möglichst viele Chancen auszusäen. Jemandem eine Chance geben heißt dabei für mich nicht, dass dieser auch verpflichtet ist, diese Gelegenheit zu nutzen. Doch je mehr Chancen ich aussäe, desto mehr Gelegenheiten bieten sich, dass glückliche Menschen und positive Gefühle daraus erwachsen. In diesem Garten der Freude möchte ich mein Leben verbringen.

Dirk Eckart

Allgemein / 7. Januar 2019

Reflexion als Zukunfts-Chance

Reflexion als Zukunfts-Chance

Der Energie-Resonanz-Positionierung-Workshop im März hat uns aufgezeigt, wie wichtig das gemeinsame Herausarbeiten zukünftiger Verhaltens- und Positionierungsvorgaben für Mitarbeiter und Unternehmensführung ist. Das Seminar hat das gegenseitige Verständnis in unserer Firma erhöht und bedeutsame Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kunden gegeben. Drei Tage, mit großer Bedeutung für unsere Marktpositionierung … und eine echte Zukunfts-Chance.

Analyse und Bestandsaufnahme

Wer nach vorne will, muss wissen, woher er kommt. Das gilt für den Gerüstbau genauso, wie für das ganze Leben. Am Anfang des Seminars stand daher eine genaue Analyse unserer Leidenszielgruppe. Die Leidenszielgruppe sind jene Menschen, die unter Zeitdruck oder dem Druck von Auftraggebern stehen, besonderen Beratungsbedarf haben oder spezielle Sonderlösungen benötigen.

Einen Einblick erhielten die teilnehmenden Bauleiter und Angestellten in die täglichen Entscheidungen der Geschäftsleitung. Wir durften unsere Gründe für die bisherige Positionierung am Markt darstellen, die teils stark überzogenen Forderungen einiger Firmen und Unternehmer aufzeigen sowie die Natur unserer Angebote erklären, von denen wir rund 90 % in Aufträge verwandeln.

Am Ende des Tages sind wir Unternehmer diejenigen, welche die Risiken und Verantwortung zu tragen haben. Belastungen, die wir unseren Mitarbeitern gerne ersparen.

Herausarbeitung

Die tiefgründige Analyse offenbarte Zukunfts-Chancen und Energiequellen auf, die zum Teil ungenutzt im Unternehmen schlummerten. Diese galt es zusammen mit den Teilnehmern herauszuarbeiten und als Unternehmensziele zu formulieren. Es stellte sich heraus, dass unsere Zukunftschancen in

– der Spezialisierung auf Naturgewalten
– den Neuentwicklungen im Bereich Wetterschutz
– der Qualifizierung unserer Mitarbeiter
– dem Potenzial unserer Wissensdatenbank

liegen. Auf diese wollen wir uns in Zukunft stärker konzentrieren und durch Nutzung vorhandener Kernkompetenzen spezialisieren. Es gilt eine Leuchtturm-Positionierung aufzubauen, in der unsere Spitzenleistungen

– 24-Stunden-Erreichbarkeit
– erworbene Zertifikate
– Aufbau innerhalb von 48 Stunden
– individuelle Beratung
– Präqualifizierung
Fachkompetenz des gesamten Personals

stärker zur Geltung kommen. Kunden sollen uns als den Profi erkennen, der wir sind und weniger als ein Unternehmen unter vielen, das alle Aufgaben erledigt.

Erkenntnisse

Das Seminar war äußerst erfolgreich und wir haben viele Erkenntnisse aus den einzelnen Übungen gewinnen können. Dank Problem-Dominanz-Analyse, Erkenntnissen über Rückkopplungs-Energie und vor allem durch das offene Gespräch mit den Mitarbeitern haben wir nun eine klare Vorstellung vom einzuschlagenden Weg.

Das Seminar hat einige Zukunftsängste und Schwarzmalerei innerhalb der Firma ans Licht gebracht, die meist durch mangelnde Kommunikation über den jeweiligen Zweck einer Maßnahme entstanden sind. Hier wollen wir in Zukunft nachbessern und den Nutzen unserer Entscheidungen besser kommunizieren. Gleiches gilt für unsere Außendarstellung in Angeboten, Zusatzleistungen, Zeitungsartikeln und Werbebotschaften, wo wir den Nutzen unserer Leistungen in den Vordergrund rücken werden.

Vor allem aber planen wir unser Angebot auf jene Dienstleistungen zu reduzieren, mit denen wir am Markt stark und sichtbar sind. Auch wenn eine Pizzeria jeden Tag frischen Teig bäckt, werden Kunden ihr Brot beim Bäcker kaufen. Es geht also weniger darum anzubieten, was wir können, als darum besser aufzuzeigen, worin wir die Besten sind.

Fazit

Konzentration auf die Stärken im Gerüstbau ist der richtige Weg, um sich von Mitbewerbern am Markt abzuheben. Für die im Seminar gewonnenen Erkenntnisse möchte ich mich ausdrücklich bei Waldemar Maier und seiner Tochter bedanken.

Allgemein / 5. Dezember 2018

Lebensglück kommt vom Chancen nutzen

Lebensglück kommt vom Chancen nutzen

Chancen nutzen heißt Gelegenheiten beim Schopfe zu packen – dazu möchte ich heute anregen. In meinem zweiten Mutmacher-Buch lasse ich Gründerinnen und Gründer zu Wort kommen, um über ihre Erfahrungen beim Schritt in die Selbstständigkeit zu berichten und das Lebensglück zu finden. Hier im Blog erzähle ich, welche drei eigenen Chancen ich als mein größtes Glück ansehe.

Kairos – Chancen nutzen als Mythologie

Kairos, der flinkfüßige Jüngling mit fester Locke über der Stirn und einer Glatze am Hinterkopf, verkörpert in der griechischen Mythologie die günstige Gelegenheit. Die alten Griechen wussten um die Notwendigkeit, eine Gelegenheit am Schopfe zu packen. Wer sie vorüberziehen lässt, greift ins Leere.

Die Gründer im Buch Mutmacher 2 standen alle einmal am Scheideweg des Lebens und mussten mutige Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die ihnen Glück brachten. Auch ich bin einer dieser Mutmacher, die im Chancen-Nutzen den Schlüssel zum Lebensglück erkannt haben

Chance Nr. 1 – Meine Frau

Manchmal warnen scheinbar erfahrene Mitmenschen davor, sich zu früh oder schon in jungen Jahren zu binden. Ich kannte diese Warnungen und war dennoch bereit, mich direkt nach der Schulzeit auf eine Beziehung mit meiner wundervollen Frau einzulassen.

Heute bin ich froh über diese Entscheidung. In den glücklichen 34 Jahren unserer gemeinsamen Ehe hat sie mir mehr als einmal bewiesen, dass sie der wahre Mutmacher in unserer Beziehung ist. Unermüdlich arbeitet sie an unserer Beziehung. Egal wie lange ich gewartet hätte, eine bessere Frau wäre nie vorbeigekommen.

Chance Nr. 2 – Beruf Gerüstbauer

Auf meinem beruflichen Werdegang kam ich in eine vergleichbare Situation. Nach meiner Ausbildung eröffnete sich mir die Gelegenheit, im Gerüstbau anzufangen. Über die Arbeit wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch wenig. Ich dachte mir aber, dass ich über diesen Beruf nur dann mehr erfahre, wenn ich die mir gebotenen Chancen nutzen würde.

Also sprang ich ins kalte Wasser und fing als Gerüstbauer an. Dem Schicksal kann ich gar nicht genug danken. Die damals getroffene Entscheidung hat mir ungeahnte Möglichkeiten eröffnet und mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Chance Nr. 3 – Walter Stuber

Der dritte Glücksfall trat in Person von Walter Stuber in mein Leben. Wie lange ich in dem Unternehmen bleiben würde, in dem Walter Chef war, wusste ich zu dem damaligen Zeitpunkt nicht. Er bot mir jedoch eine Chance nach der anderen zur persönlichen Weiterentwicklung. Viele frühere Kollegen lachten und verwarfen diese gebotenen Optionen. Ich hingegen wusste, solche Chancen nutzen mir für meinen beruflichen Werdegang.

Heute sind Walter und ich nicht nur Geschäftspartner, haben mit Mutmacher 1 und Mutmacher 2 zusammen zwei Bücher geschrieben und sind immer für einander da. Hätte Walter damals nicht den Mut aufgebracht, beharrlich auf die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter zu drängen, dann hätte ich nie den Mut aufgebracht, ständig an meinem persönlichen Fortschritt zu arbeiten.

Fazit

Wir bedauern viel zu oft die verpassten Chancen im Leben. Für mich selbst habe ich erkannt, dass ein Großteil meines Glücks die Folge konsequent ergriffener Chancen ist. Wo ich heute wäre, hätte ich die Gelegenheiten verstreichen lassen, möchte ich mir lieber nicht ausmalen. Lassen Sie mich daher Ihr Mutmacher sein und Sie dazu motivieren, die Ihnen dargebotenen Chancen zu nutzen. Beim Glück heißt es zuzupacken und beizutragen.

Dirk Eckart

Allgemein / 5. November 2018

Mittelsachsen zeigt Stärke

Mittelsachsen zeigt Stärke

Erzgebirge, sächsische Schweiz, Lausitz und Leipziger Seengebiet – sie alle stehen in voller Blüte und genauso geht es der mittelsächsischen Wirtschaft. In unserem jüngsten Werbespot zur Mitarbeitersuche habe ich die Möglichkeiten dargestellt, die diese einzigartige Region für junge Arbeiter mit Ambitionen auf das eigene Zuhause bietet.

Aus der Reaktion eines kritischen Kommentars erkenne ich, dass für die Vorteile eines Lebens in Mittelsachsen weiterer Aufklärungsbedarf besteht. Gerade für mögliche Rückkehrer ist es interessant zu erkennen, dass Mittelsachsen so stark wie selten ist.

Positives Beispiel Roßwein

Bei uns in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH dreht sich alles um das Geschäft mit dem Gerüst. Unsere Firma liegt in Roßwein, einem hübschen Ort mit gerade einmal 5.000 Einwohnern. Trotz seiner Größe dürfen sich Einwohner und zukünftige Rückkehrer hier über eine üppige Infrastruktur freuen. So bietet der Ort

– vier Kindergärten
– je eine Grund-, Förder- und Oberschule
– drei Allgemein- und drei Zahnärzte zur Auswahl sowie einen Kinderarzt
– eine Sparkasse und Volksbank
– vier Einkaufsmärkte (Lidl, Edeka, Penny und Netto)
– eine gut ausgestattete Bibliothek
– ein Gewerbegebiet mit attraktiven Arbeitgebern
– drei Baugebiete für Einfamilienhäuser

Hinzu kommt ein gut ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz, öffentliche Verkehrsanschlüsse nach Dresden, Chemnitz, Leipzig, Döbeln und Freiberg – das perfekte Gerüst für die private Zukunftsplanung. Zudem liegt Roßwein in einer atemberaubenden Landschaft, mit den Naherholungsgebieten Erzgebirge, sächsische Schweiz, Lausitz und Leipziger Seengebiet drum herum.

Mitarbeitersuche in Mittelsachsen

Das Wichtigste für Rückkehrer und die Einwohner im Ort sind jedoch die Arbeitsplätze. Zwei Punkte betone ich deswegen bei der Mitarbeitersuche häufig. Zum einen liegen die Gehälter in unserer Firma auf Westniveau und zum anderen begegnen wir allen Mitarbeitern mit menschlicher Wertschätzung. Für uns sind das Selbstverständlichkeiten im Büro wie auf dem Gerüst, die einige Rückkehrer aus dem Westen vielleicht als längst vergessene Tugenden ansehen.

Dennoch gestaltet sich die Mitarbeitersuche für die Arbeit am Gerüst nicht immer einfach. Ich wünsche mir, mehr Menschen besuchen Mittelsachsen mit offenen Augen. Dann erkennen sie, dass es hier überall günstige Baugrundstücke für den Hausbau gibt, gut bezahlte Arbeit mit langfristiger Perspektive, ein großes Kulturangebot und das passende Umfeld für den Aufbau einer Familie.

Eine Urlaubsregion zum darin Leben

Bei jedem Gerüst, das wir in Mittelsachsen aufstellen, fahren wir durch landschaftliche Idylle. Hier ist die Natur intakt, das Miteinander menschlich und die Möglichkeiten unbegrenzt. Erholungssuchende verbringen nicht umsonst Ihren Jahresurlaub im grünen Herzen von Sachsen. Das Erzgebirge, die sächsische Schweiz, das Leipziger Seengebiet und die Lausitz liegen mit dem Auto nur eine Stunde auseinander.

Nicht allein mit Blick auf die Mitarbeitersuche, sondern vor allem aus Sicht junger Familien und Rückkehrer aus den Ballungsgebieten sage ich deshalb: Kommt nach Mittelsachsen, der vielleicht schönsten Region Deutschlands.

Dirk Eckart

Allgemein / 17. September 2018

Gastbeitrag von Suse Eckart „Einen Chef als Vater zu haben…

„Einen Chef als Vater zu haben…

Einen Chef als Vater zu haben, war als kleines Kind immer cool. Manchmal brachte mir mein Papa Stifte und Tipp-Ex-Mäuse für mein Kinderzimmerbüro mit und zu jedem Fest in der Schule hingen überall Gemeinhardt-Luftballons, die er gesponsert hatte. Dass er jede zweite Person auf der Straße grüßte, war für mich normal.

Später dann, als ich in die schwierige Zeit zwischen Kind und Erwachsensein kam, konnte ich in den Ferien in Papas Firma arbeiten. Klar hat mich das Anstreichen von Gerüstteilen nicht gerade überaus sehr begeistert, aber ich konnte mir ohne großen Bewerbungs- und Organisationsaufwand ein paar Euro dazu verdienen. Von da an half ich meinem Papa jedes Jahr und wurde bald sogar ins Büro befördert, um den Telefondienst und die Mailorganisation zu übernehmen.

Du hast ja nie Zeit für uns

Irgendwann in dieser Zeit soll ich den Satz „Du hast ja nie Zeit für uns, du bist ja nie da.“ gesagt haben, der meinem Papa bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Ich selbst kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ihm dies jemals vorgeworfen zu haben. Deshalb schlussfolgere ich heute auch für mich, dass es ein kurzer Ausbruch von Pubertät war, mich seine Position als Chef aber nie wirklich gestört oder belastet hat. Wir fuhren oft in den Urlaub und an Wochenenden waren wir ebenfalls immer auf Achse.

Auch dass die Firma in einer finanziellen Krise steckte, bekam ich kaum mit. Ich erinnere mich nur noch daran, als meine Mutti selten, aber mit großer Sorgfalt, erklärte, dass wir in dem Monat mal nicht so weit wegfahren oder diese CD und jenes T-Shirt erst später kaufen können. Sonderlich prägend war diese Situation aber nie für mich, denn es war überhaupt nicht schlimm, etwas nicht zu bekommen. Ich glaube, es lag daran, dass unsere Familie von Haus aus nicht materiell orientiert ist. Wir lieben die Momente mit Freunden und die einfachen Erlebnisse, die man miteinander teilt. Und die hatten wir immer.

Selbst als Profi behandelt werden

Später, während meines Studiums, filmte und fotografierte ich hin und wieder für die Firma. Das hatte ich gelernt und konnte meinem Papa damit unterstützen. Und ich wurde auch als Profi behandelt, was mein Selbstbewusstsein stärkte.

Heute hat sich mein Denken über meinen Chef-Papa noch etwas verändert. Ich sehe täglich, wie sehr er sich für die Firma einsetzt und dass er auch zu jeder Zeit Spaß daran hat. Vor allem in Bezug auf die Kommunikation mit Menschen kann ich mir von ihm sehr viel abgucken. Was wichtig für ein erfolgreiches Unternehmen ist, zeigt er mir immer mal auf einer anderen Art und Weise. Sein Handeln hat immer einen bestimmten Hintergrund, den er nicht immer direkt preisgibt. Das fasziniert mich besonders. Er hat immer einen cleveren Hintergedanken.

Andersherum nimmt er auch meine Empfehlungen und Ideen an, wenn es um moderne Entwicklungen und Trends geht.

Immer mit dem Herzen dabei

Er behält vehement seine Menschlichkeit bei Verhandlungen mit Geschäftskunden bei. Er engagiert sich immer mit vollem Herzen und agiert eher auf einer Art Freundschaftsebene.

Natürlich arbeitet er viel und lange und ich denke manchmal, ob er sich nicht überarbeitet und lieber einen Schritt kürzer treten sollte. Doch genau, wie andere Menschen nicht merken, wie die Zeit beim Lesen eines spannenden Buchs vergeht, merkt mein Papa das Pensum nicht, was er täglich macht, denn es ist seine Leidenschaft. Ich hoffe sehr, dass er selbst merkt, wenn er sich ausruhen muss.

Mal ganz abgesehen davon, was er für seine Angestellten tut, beschäftigt er sich mit modernen Marketingstrategien und Themen wie Wertschätzung. Und wie wichtig das ist, habe ich am eigenen Leib bei meinem Arbeitgeber erfahren müssen.

Mein Papa setzt sich wirklich mit allem was er hat für die Menschen ein, die ihm wichtig sind. Und natürlich zählen seine Mitarbeiter auch dazu. Das vergisst man gern.

Durch seine Ermutigung habe ich nun auch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ich kann mich stets auf ihn verlassen, wenn ich eine Frage oder ein Problem habe.

Danke Papa!

Suse Eckart