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Allgemein / 14. August 2020

Tolle Chance für Azubis

Azubis

Tolle Chance für Azubis – eine Ausbildung im Handwerk

Deutschland ist sich einig: Dem Handwerk gehört die Zukunft. Wo einst Industrie-Unternehmen billige Massenprodukte verkauften, besinnen wir uns zurück auf traditionelle Werte. Individualität, Ökologie und Regionalität sind gewichtige Verkaufsargumente von heute. Von dieser modernen Einstellung profitiert die Ausbildung im Handwerk.

Stolz auf unsere sechs neuen Azubis

Bei der Gemeinhardt Service GmbH sind wir stolz auf unser Handwerk. Darum freuen wir uns, dass in der aktuellen Ausbildungsperiode gleich sechs neue Azubis die Chance ergriffen haben, ihre Ausbildung zum Gerüstbauer in unserem Unternehmen anzufangen. Damit steigt die Zahl der Auszubildenden bei Gemeinhardt auf zehn an und liegt so deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen.

Was jeder einzelne Azubi bei uns erwarten darf, das ist eine tolle Gemeinschaft aus positiv denkenden Mitarbeitern, die für einander einstehen und gemeinsam an den täglichen Herausforderungen arbeiten. Das Handwerk des Gerüstbauers mag fordernd sein. Dafür werden wir aber jeden Tag mit dem guten Gefühl belohnt, etwas Sichtbares geleistet zu haben.

Die Welt im Wandel

Wenn ein Azubi heute mit der Ausbildung beginnt, dann trifft er eine wichtige Entscheidung für seine Zukunft. Viele Generationen vor Ihnen konnten auf die Erfahrungen ihrer Vorgänger aufbauen. Heute steht ein Azubi vor einer Welt, deren Spielregeln sich fortlaufend ändern.

Kunden fordern von Unternehmen ökologisches Denken ein. Produkte müssen das bewährte Motto „Reparatur vor Neukauf“ einhalten. Statt anonymen Industriegiganten ihr Geld zu geben, legen Kunden daher ihr Vertrauen zunehmend in die Hände von regionalen Anbietern. Das Handwerk wächst, weil sich viele Menschen eine höhere Lebensqualität wünschen und individuelles Handwerk den Produkten von der Stange vorziehen. Ein Azubi, der die Ausbildung im Handwerk beginnt, wählt damit eine optimale Startposition für eine Karriere, die von Anpassung und Veränderung profitiert.

Eine Chance auf Stolz und Erfüllung

Vielen jungen Menschen bietet die handwerkliche Ausbildung einen Ausweg aus monotonen oder langweiligen Bürojobs. Ein Azubi, der in einem Unternehmen des Handwerks seine Lehre macht, erlebt hautnah die Früchte seiner Arbeit. Stück für Stück entsteht das Gerüst, auf dem später Arbeiter Brücken sanieren, Häuser bauen oder eine Lebensmittel-Produktion schützen. Der Azubi lernt, wie erfüllend es ist, selbst Hand anzulegen und körperliche Arbeit zu verrichten.

Was zählt, sind Teamarbeit und vorausschauendes Mitdenken. Nur so meistert ein Gerüstbauer plötzlich auftretende Herausforderungen und garantiert die Sicherheit aller Mitarbeiter. Am Ende darf er dann Stolz auf „sein“ Gerüst blicken und sich über das gelungene Werk freuen. Wenige Bürojobs bieten dieses befriedigende Gefühl.

Eine Welt ohne Handwerk, die gab es nie und die wird es nie geben. Handwerkliche Fähigkeiten bringen einen im Leben weiter. Von Menschen, für Menschen – das ist der Grundsatz, den alle Handwerker und handwerklichen Unternehmen verfolgen. Sie ergreifen damit die Chance, die ein veränderlicher Markt ihnen bietet. Wir freuen uns darauf, unsere zehn Azubis auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

Allgemein / 24. Juli 2020

Von wegen Alter – Beruf und Karriere prägen unsere Persönlichkeit

Beruf und Karriere

Von wegen Alter – Beruf und Karriere prägen unsere Persönlichkeit

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“

Mit diesem Lied brach die Klagenfurter Schlagerlegende Udo Jürgens schon 1977 mit der festen Meinung, dass wir eine Veränderung in Persönlichkeit und Lebensstil nur in jungen Jahren erfahren. Wie sich herausstellte, lag er damit vollkommen richtig.

Charakterforschung auf Irrwegen

Noch vor kurzer Zeit wagte niemand an der gängigen Lehrmeinung zu rütteln, dass jegliche Veränderung in unserer Persönlichkeitsentwicklung innerhalb der ersten 30 Jahre abgeschlossen ist. Robert McCrae und Paul Costa, zwei renommierte Charakterforschungs-Pioniere, trafen in den 1980er Jahren die Annahme, dass sich unsere Persönlichkeit im Laufe des Lebens stabilisiere.

Ausbildung, Beruf, Karriere, Familie, Schicksalsschläge – all das hätte nur nachrangigen Einfluss, welche Charaktereigenschaften sich als dominant erwiesen. Viele Jahre vermuteten Wissenschaftler und Psychologen, dass wir unseren Genen ausgeliefert seien. Eine Veränderung unserer Persönlichkeit sei in späten Jahren nur in Ausnahmefällen möglich.

Langzeitstudie mit erstaunlichem Ergebnis

Seit mehr als 30 Jahre verfolgen Forscher der Humboldt-Universität Berlin die Entwicklung von rund 30.000 Personen. Jule Specht, Professorin für Persönlichkeitspsychologie wertet diese Daten aus und kam zu einer erstaunlichen Erkenntnis.

Selbst im Alter von 60 Jahren vollzieht jeder Fünfte noch einmal eine starke Veränderung in seiner Persönlichkeit. Eine Erkenntnis, die vor allem für ein lebenslanges Lernen von großer Bedeutung ist. Die Veränderung ist häufig so gravierend wie in der Pubertät, der Ausbildung oder im Beruf. Zudem zeigt die Studie, dass Beruf und Karriere stärkere Veränderungsfaktoren darstellen, als familiäre Ereignisse. Wer auf lebenslanges Lernen setzt und seinen Geist aktiv hält, hat bis ins hohe Alter gute Karten.

Ausbildung als Gelegenheit

Laut Jule Specht tritt die größte Persönlichkeitsentwicklung bei der Ausbildung und dem Eintritt in den Beruf ein. Abgeschlossen ist sie aber nie. In der Ausbildung sind junge Personen zum ersten Mal damit konfrontiert, soziale Erwartungen an ein bestimmtes Berufsbild zu erfüllen.

Angehende Berufsanfänger sind gut beraten, sich ihren künftigen Arbeitgeber genau auszusuchen. Die Unterstützung, die sie während der Ausbildung erhalten, wirkt sich stark auf die Veränderung der eigenen Persönlichkeit aus. Wer mitbestimmen darf und viele Weiterbildungsmöglichkeiten erhält, erzielt einen Gewinn für das Unternehmen und sich selbst.

Chancen schaffen durch lebenslanges Lernen

Viele Menschen nutzen Weiterbildungsmöglichkeiten im Beruf, um ihre Karriere voranzutreiben. Neben der Karriere sollten wir jedoch auch an unser privates Leben denken. Das Stichwort lautet: lebenslanges Lernen. Selbst mit 60 oder 70 Jahren ist es noch nicht zu spät, eine neue Sprache zu lernen, Musikunterricht zu nehmen oder ein neues Hobby zu beginnen.

Durch lebenslanges Lernen schaffen wir uns Chancen im Leben und erweitern unsere geistigen Fähigkeiten. Niemand weiß, welche Talente uns im hohen Alter einmal die größte Freude bereiten. Ob Sie als begabter Salsa-Tänzer die Damenwelt im Seniorenheim beeindrucken, Ihren Enkeln Computerkenntnisse beibringen oder ob Ihre handwerklichen Fähigkeiten in der ganzen Nachbarschaft gefragt sind – das liegt nur daran, wie viel Zeit sie für ein lebenslanges Lernen einplanen. Eines ist sicher: es ist nie zu spät, etwas Neues anzufangen.

Ihr Dirk Eckart

Allgemein / 12. Juni 2020

Gutes Benehmen

Gutes Benehmen

Gutes Benehmen im Beruf – wichtige Soft Skills für die Karriere

Schon bei der Erziehung bringen wir unseren Kindern Manieren bei. Wir zeigen ihnen, wie sie sich bei Tisch zu verhalten haben und wie ein respektvoller Umgang mit den Mitmenschen aussieht. Als Unternehmer im Gerüstbau weiß ich, dass diese Soft Skills im späteren Leben unbezahlbar sind, denn in Ausbildung und Beruf ist gutes Benehmen gefragter denn je.

Mehr als Etikette – die Geschichte des Benehmens

Als Adolph Freiherr Knigge 1788 sein berühmtes Werk „Über den Umgang mit Menschen“ verfasste, leitete er eine kleine Revolution ein. Knigge war ein Verfechter eines Verhaltens, das auf „Moral und Weltklugheit“ beruhte, anstatt auf nur der Form halber angebotenen Umgangsformen. Seine ethischen Benimmregeln heben sich noch heute von der Scheinwelt einer Etikette ab, die nur der offiziellen Förmlichkeit dient.

Eine Erziehung nach den Regeln von Knigge beruht auf Ehrlichkeit und Verständnis. Ein respektvoller Umgang mit den Kollegen, dem Chef oder den Angestellten hilft dabei, das Klima am Arbeitsplatz zu verbessern. Wer möchte nicht in einem Beruf arbeiten, wo sich alle gegenseitig unterstützen.

Vorteile für Ausbildung und Karriere

Gute Manieren sind für jeden das persönliche Aushängeschild, egal ob Sie diese in der Kantine an den Tag legen, beim Arbeitsessen mit potenziellen Kunden oder im Gespräch mit dem Chef. Mit guten Manieren demonstrieren Sie mehr als eine gehobene Erziehung – Sie zollen Ihrem Gegenüber Wertschätzung und Respekt.

Höflichkeit kommt an. Mit gebührlichem Benehmen steigen Ihr Ansehen, Ihre Chancen im Beruf und das Vertrauen in Ihre Fähigkeiten. Als Chef erkenne ich, dass ich Sie guten Gewissens zum Kundengespräch mitnehmen kann. Kollegen wissen, dass Sie Gefälligkeiten früher oder später zurückzahlen. Meine Angestellten sehen, dass ich den Mensch in ihnen wertschätze, nicht nur ihre Arbeitskraft. Kurzum, durch einen respektvollen Umgang erhöhen Sie Ihre Chancen im Beruf, sei es für die Übernahme nach der Ausbildung oder beim Erklimmen der Karriere-Leiter.

Charakterstärke und Selbstvertrauen

Hinzu kommt, dass das Benehmen, das wir unseren Kindern während der Erziehung beibringen, einen großen Einfluss auf den Charakter hat. Wer sicher im höflichen Umgang mit seinen Mitmenschen ist, gewinnt Selbstvertrauen und Charakterstärke. Unsere eigene Erziehung ist die Ausbildung zum „Mensch-Sein“, mit wir uns Hochachtung und Anerkennung erarbeiten. Solch gefragte Soft Skills helfen, in Ausbildung und Karriere aus der Masse herauszuragen.

Wer Unsicherheit im Umgang mit seinen Mitmenschen verspürt, der ist gut beraten, seine Benimmregeln auf den Prüfstand zu stellen. Auffrischungskurse für Umgangsformen, Business-Knigge-Seminare und Benimm-Kurse für verschiedene Zielgruppen finden Sie überall im Internet. Vieles spricht dafür, seiner Karriere ein wenig unter die Arme zu greifen und mit frisch gestärktem Selbstbewusstsein ein neues Lebensgefühl zu genießen.

Fazit

Umgangsformen sind wieder gefragt. Sie eröffnen berufliche Chancen, wirken sich positiv auf das Arbeitsklima aus und demonstrieren Selbstbewusstsein. Doch das Beste daran ist: gutes Benehmen ist erlernbar.

Ihr Dirk Eckart

Allgemein / 13. April 2018

Der eigene Kinospot

Gemeinhardt Gerüstbau wirbt mit eigenem Kinospot

Roßweiner Gerüstbauer reagieren auf Fachkräfte- und Nachwuchsmangel

Seit mehr als 15 Jahren gewährleistet die Roßweiner Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH bei jedem Bauvorhaben ihren Kunden einen sicheren Stand. Jedoch kommt die Branche so langsam ins Wackeln: Es fehlt an qualifiziertem Nachwuchs. Gemeinhardt Gerüstbau-Geschäftsführer Dirk Eckart hat nachgerechnet: „Im Landkreis werden dieses Jahr rund 190 Jungs die Oberschule verlassen. Wenn davon zehn Prozent ins Handwerk gehen und davon wiederum zehn Prozent bei uns Gerüstbauer werden wollen, sind es keine zwei Jugendlichen! Natürlich können auch Mädchen zu uns kommen, aber erfahrungsgemäß ist das zu anstrengend für sie.“

Diese alarmierende Rechnung hat den Unternehmer jetzt dazu veranlasst, einen eigenen Werbefilm drehen zu lassen. Diesen gibt es seit heute auf dem eigenen YouTube-Kanal GerüstbauTV und später auch im Döbelner Kino zu sehen. Als Drehort wurde die Skaterhalle „Skate Force“ in Döbeln gewählt. „Ich habe meinen Sohn gefragt, wo die Jugend heute unterwegs ist, und er schlug mir die Halle vor“ so Eckart. Als er die Fassade gesehen hat, war ihm sofort klar: Das ist seine Location!

Der „Treibhaus e.V.“, der das Gebäude betreibt, war auch begeistert von der Idee und hat die Halle kostenfrei zur Verfügung gestellt. Als Dank für die Unterstützung gab es jetzt vom Unternehmen eine 200-Euro-Spende. „Wir freuen uns, dass wir eingebunden wurden und den Jugendlichen jetzt noch etwas Geld zugute kommt“, freut sich Judith Sophie Schilling vom Treibhaus e.V. Was mit dem Geld konkret passiert, weiß Stephan Conrad, der sich beim Verein um die Skatehalle kümmert: „Wir wollen es für neue Rampen und diverse Einrichtungen in der Halle verwenden. Das haben sich die Jugendlichen so gewünscht.“

Für den Film hat sich der Roßweiner Unternehmer Unterstützung aus Chemnitz geholt. Filmemacher Thomas Höppner hat Filme dieser Art schon öfter gedreht und weiß vom Nutzen zu berichten: „Die Erfahrung sagt mir, dass es sich lohnen kann, solche Filme für die Brache zu produzieren. Bisher gab es immer gute Rücklaufzahlen, was Bewerbungen auf die angebotenen Ausbildungsplätze angeht. Diese kurzen Filme im Kino und auf den gängigen Social-Media-Plattformen zu bewerben ist in meinen Augen eine sinnvolle Sache.“ Fünf Ausbildungsplätze gibt es dieses Jahr zu vergeben. Informationen dazu gibt es auf  www.spezialgeruestbau.de/azubi.

Dirk Eckart

Allgemein / 15. Januar 2018

Die Brücke im Pegnitztal Gastbeitrag von Praktikant Leon Ölmez

Die Brücke in Bayern

Die Brücke in Bayern – Als Praktikant zum Gerüstbau nach Nürnberg

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ So wie Matthias Claudius im 18. Jahrhundert erging es auch mir, als Praktikant in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH. Die Renovierung von neun Brücken im 250 km entfernten Nürnberg stand auf dem Arbeitsplan der Firma und ich durfte mitfahren. So eine lange Reise von Brücke zu Brücke erlebt sicherlich nicht jeder Jahrespraktikant.

Über mich

Mein Name ist Leon Ölmez, Fachoberschüler am BSZ Döbeln/Mittweida. Für mein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung leiste ich zurzeit das Jahrespraktikum bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH ab. Mit viel Spaß und aktiv eingebunden lerne ich das ganze Schuljahr über an jedem Mittwoch und Donnerstag alles, was die Firma und ihre Verwaltung am Laufen hält.

Die Aufträge

Rund um Nürnberg lagen die neun Baustellen, zu der mich Herr Eckart, einer der  Geschäftsführer  von der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH mitnahm. In erster Linie ging es um die Sanierung der jeweiligen Brücke, deren Holzbohlen im Laufe der Jahre morsch wurden. Ein typisches Szenario, bei dem die Arbeiter der Bahn ein Gerüst für ihre Arbeiten benötigen.

An diesem Tag ging es zunächst einmal darum, die zu erneuernden Holzbohlen zu identifizieren, zu dokumentieren und Daten für die Planung der Gerüste zu sammeln welche im Nachgang dann ertüchtigt wurden. Die einzelnen Baustellen erstreckten sich verteilt über mehrere Kilometer im ganzen Tal.

Der Ausflug

Um 8.30 Uhr begaben wir uns von Roßwein aus auf die knapp zwei stündige Reise ins bayrische Franken. Sicher ausgestattet mit Warnweste, Schutzschuhen und Schutzhelm folgten wir den Gleisen rund 200 Meter bis zum Auftragsort an der ersten Brücke. Drei weitere Mitarbeiter der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH waren bereits vor Ort und klärten uns auf, welche der Holzbohlen es auszutauschen galt. Die Begutachtung der übrigen Brücken verlief ähnlich ab.

Kurz vor der Rückfahrt nach Roßwein kehrten wir in die Pottensteiner Familienbrauerei Mager zum Mittagessen ein. Hier kann man das Brauen des Bieres direkt miterleben und gleichzeitig sehr lecker essen. Mit kleinen Geschenken vom Braugut im Gepäck, beendeten wir diesen sehr interessanten Tagesausflug gegen 15 Uhr zurück in Roßwein.

Für einen Jahrespraktikanten ist so ein 250 km Ausflug sicherlich nicht üblich, der mir neben einigen Sehenswürdigkeiten einen guten Einblick in das Aufgabenfeld eines Gerüstbauers vermittelte. Gerne werde ich mich in Zukunft an diesen Tag und den Gerüstbau an der Brücke zurückerinnern.

Leon Ölmez