Alle Beiträge von Dirk Eckart

Allgemein / 22. Dezember 2017

Ein Gerüst mit Mehrwert

Ein Gerüst mit Mehrwert – Hand in Hand zur Kostenreduktion

 

Ein Gerüst kann maßgeblich zur Zeit- und Kostenreduktion beitragen, wenn der Gerüstbauer umfassend in die bauliche Planung mit einbezogen ist. Auf erfreuliche Weise lernte das unser Auftraggeber kennen, der mit der Gleisbauerneuerung der Bahnstrecke Ottbergen-Lauenförde betraut war. Kluges Mitdenken bei der Gerüst-Montage ersparte dem Auftraggeber teure Nachtschicht-Zuschläge.

Eine Brücke mitten im Biotop

Die freie Natur stellt sich auf Baustellen in der Stadt nur selten dem Gerüst und dessen Aufbau entgegen. Die Brücke der Eisenbahnüberführung in Adelebsen liegt jedoch 15 Meter über einem naturbelassenen Biotop mit drei 18 Meter hohen Überbauten. Lediglich ein befestigter Radweg führt zu ihr.

Dass der Aufbau eines Schutzgerüstes an einem solchen Ort Schwierigkeiten bereiten würde, war unserem Auftraggeber schnell bewusst und so kalkulierte er zwei Wochen für den Aufbau ein und eine Woche für die Demontage. In Anbetracht der Tatsache, dass ein LKW das schwere Material nur von einer Seite aus anliefern konnte, ein durchaus realistischer Zeitrahmen.

53 Meter Brückenbauwerk mit Schutzgerüst

Unter den gesamten 53 Metern des Brückenbauwerkes benötigte unser Auftraggeber ein hängendes Schutzgerüst, das mit feuerfester Folie das darunterliegende Gelände vor Funkenflug und herunterfallendem Material schützte.

Die Arbeiten selbst waren als 2-Schichtbetrieb zu Tages- und Nachtzeiten geplant, um Beeinträchtigungen im Fahrplan der Bahn durch die Sperrpause so gering wie möglich zu halten. Wegen der begrenzten Liefermöglichkeiten und der langen Wege, auf denen das Gerüst-Material getragen werden musste, erhielt die Suche nach Aufbau-Alternativen hohe Priorität.

Unsere Lösung

Die Baubegehung vor Ort bestätigte den dichten Busch- und Baumbewuchs unter der Brücke. Doch gleichzeitig offenbarte sie auch eine weitere Option, auch wenn diese für uns spürbar teurer werden würde. Kurzes Durchkalkulieren später legten wir uns auf den aufwendigen Einsatz eines 40-Tonnen-Krans fest, der die Gerüstbau-Materialien direkt auf die Bahngleise heben sollte.

Am Ende errichteten wir so 80 Zentimeter unter dem Brückenbauwerk auf 4,5 Metern Breite und der vollen 53 Metern Länge das Schützgerüst, welches wir mit nichtbrennbarer Folie ganzflächig und fugendicht belegten. Die fachgerechte Entsorgung der Folien am Ende der Bauarbeiten übernahmen wir selbstverständlich auch.


Fazit

Der Einsatz des teuren und schweren Krans ersparte unseren Monteuren sehr viel Trage-Arbeit. Gleichzeitig verringerte sich damit die Zeit für den Gerüst-Aufbau und die Demontage auf zehn statt der geplanten 21 Tage. Die gewonnenen elf Tage nutzte unser Auftraggeber nur zu gerne, um vom teuren 2-Schichtbetrieb auf reinen Tagesschicht-Betrieb ohne Nachtzuschläge umzustellen.

Dieser Auftrag ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit fachgerechter Planung und partnerschaftlicher Kooperation auf Augenhöhe ein wertvoller Mehrwert für unsere Kunden entsteht.

Dirk Eckart

 

 

 

 

 

Allgemein / 7. Dezember 2017

Mutmacher – das Praxishandbuch von zwei verrückten Unternehmern

Generation Z – Wie wir junge Menschen stark für die Zukunft machen

Von Dirk Eckart

1995 bis 2010: Das sind die Jahrgänge, die zur sogenannten „Generation Z“ gehören und die jetzt Stück für Stück den Arbeitsmarkt erobert! Um die jungen Menschen als Auszubildende für unsere Firmen zu gewinnen und zu halten, muss jedem Unternehmer klar sein, dass diese Generation anders geprägt ist und deshalb anders behandelt werden muss.

Das fängt schon beim Erziehungsstil an: Selbstbewusstsein, Mitbestimmung und Lob standen im Mittelpunkt. Dass das auch Auswirkungen auf Schule, Ausbildung, Studium und später die Berufswahl hat, liegt auf der Hand: Sie achten mehr auf sich und wünschen sich eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

Neue Werte und Motivation

Facebook, Twitter, Instagram und Google sind von klein auf „ganz normal“, auch dass man rund um die Uhr erreichbar ist. Im sozialen Verhalten hat sich viel verändert: Es gibt kaum einen Unterschied, ob eine Freundschaft virtuell oder persönlich gepflegt wird. Selbstverwirklichung, Spaß an dem, was man tut und ein gutes Arbeitsklima sind in den meisten Fällen wichtiger als viel Geld zu verdienen. Das sind nur ein paar Beispiele von vielen.

Der Arbeitswelt-Forscher Prof. Christian Scholz hat sich intensiv mit den Veränderungen auseinander gesetzt. In seinem Buch „Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, erschienen bei Wiley-VCH, geht er detailliert darauf ein und auch die Dresdener Agentur „Junges Herz“ hat in einem Beitrag eindrücklich die „Generation Z“ beschrieben https://www.agentur-jungesherz.de/generation-z/.

Passgenaue, neue Strategien

Wenn klar ist, dass die jungen Menschen heute anders ticken, dann können wir das als Unternehmer nicht nur zur Kenntnis nehmen. Wir müssen darauf reagieren!  Mein Kompagnon Walter Stuber und ich haben zum Beispiel  eine besonderen „Azubi-Kolonne“ in unserer Firma. Hier können Ausbilder viel intensiver auf den Einzelnen eingehen, Projekte können durchgeplant werden, Vermessungen vorgenommen werden.

Ein ganz wichtiger Punkt: Fragen, können sofort beantwortet werden! Die „Generation Z“ ist es gewohnt innerhalb von Sekunden Antworten via Suchmaschine zu bekommen. Werden Fragen beim normalen Arbeitsablauf auf dem Bau gestellt, ist selten Zeit genug zum Antworten. Das ist auf Dauer für die Azubis unbefriedigend.  Wir wollen, dass unsere Auszubildende Spezialisten werden in ihrem Gebiet und einen sehr guten Abschluss machen. Als Anreiz dazu arbeiten wir an einem Prämiensystem für die Jahrgangsbesten. Möglich wäre z.B. die Aussicht auf ein iPhone.

Die Chance: Als Selbständiger Verantwortung übernehmen

Herausforderungen, Entwicklungsmöglichkeiten – das wünscht sich die neue Generation in Blick auf den Beruf. Wo sonst ist das mehr zu finden als in der Selbstständigkeit? Leider beobachte ich, dass in Schulen und Universitäten eher der Fokus darauf liegt, dass „Angestellte“ ausgebildet werden.

Dass man auch als selbstständiger Unternehmer seine Chance nutzen kann, kommt selten zur Sprache. Sonst würde nicht nur „Bewerbungen schreiben“ auf dem Lehrplan stehen, sondern auch „Businesspläne verfassen“.

Dabei braucht unser Land mehr denn je Menschen, die Verantwortung übernehmen! Unternehmerinnen und Unternehmer tun genau das. Deshalb setzen Walter Stuber und ich uns ein, dass sich mehr Menschen auf das Abenteuer „Selbstständigkeit“ einlassen. Auch schon in jungen Jahren.

Tipps aus der Praxis für die Praxis in Buchform

In unzähligen Gesprächen haben wir davon erzählt, welche Erfahrungen wir als Unternehmer gemacht haben, in welche Fallen wir getappt sind, wie wir wieder herausgefunden haben und was wir daraus gelernt haben.

Unsere Erfahrungen haben wir jetzt zusammengefasst in dem Buch „Mutmacher- Das Praxisbuch von zwei verrückten Unternehmern“, das ab 18.Dezember erhältlich ist und ab sofort vorbestellt werden kann.

Hier können Sie schon mal einen Blick ins Buch werfen.

www.amazon.de/Mutmacher-Praxishandbuch-zwei-verrückten-Unternehmern/dp/394336240X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511945882&sr=8-1&keywords=mutmacher+eckart,

Wir freuen uns, dass wir kompetente Gastautoren wie Netzwerkprofi Roman Topp www.topp-vernetzt.de, Marken-Experte Rainer Wälde www.rainerwaelde.de und Burn out-Coach Nora Oelkers www.romantischer-winkel.de gewinnen konnten mit Ihren Beiträgen das Buch zu bereichern.

Mein Wunsch ist, dass gerade junge Menschen der „Generation Z“ durch unsere Impulse Mut bekommen, Verantwortung zu übernehmen und ihre beruflichen Träume in der Selbstständigkeit Realität werden können.

Ihr Dirk Eckart

Dirk Eckart - Mein Blog zum Thema Gerüstbau / 21. November 2017

Kritik – der schmerzhafte Stich ins Ego

Tacitus schrieb vor 2000 Jahren: “Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.” Doch gilt dieser Satz noch unverändert in Zeiten der sozialen Medien, wo Kritiker in der Anonymität unangreifbar sind? Und wie sollte ich mit Kritik umgehen, die nahestehende Menschen an meiner Arbeit, meinem Benehmen oder meinem Aussehen üben? Lassen Sie mich im Rahmen der Blogparade meine Sichtweise erklären.

Zwischen Lästern und Kritik

Kritik kann nur üben, wer mit der kritisierten Materie vertraut ist. Ein schreiender Fußballfan an der Seitenlinie kennt nicht den Fitness-Zustand der Spieler oder die Strategie des Trainers. Seine Zwischenrufe sind fern von ernsthafter Kritik. Ebenso wenig akzeptiere ich verbale Angriffe aus der Anonymität des Internets.

Erhalte ich Kritik von Freunden, der Familie oder meinen Angestellten, höre ich gern genauer hin. Oft steckt in ihr ein Stück Wahrheit, die ich nur allzu gerne aus meinem Bewusstsein verdrängt habe. So unangenehm wie sie ist, so hilfreich kann diese Kritik sein.

Kritik an meiner Arbeit

Auf meine Arbeit bin ich stolz. Kritik an meiner Arbeit trifft mich daher persönlich. Doch muss ich diesen persönlichen Aspekt hier verdrängen, schließlich geht es um das einwandfreie Funktionieren der Firma. Schimpfende Mitarbeiter geben mir wichtige Einblicke in die Situation am Arbeitsplatz. Bieten Arbeiter Lösungsvorschläge an, liegt ihnen etwas an der Beseitigung des Problems. Hier lohnt genaueres Nachfragen.

Beständiges Nörgeln ohne Argumente hingegen zeigt mir, dass sich ein Mitarbeiter bei uns unwohl fühlt. Hier muss ich schnell herausfinden, wo etwaige persönliche Probleme liegen, oder ob es zwischenmenschliche Schwierigkeiten unter den Angestellten gibt. Gehe ich die Situation zügig an, verhindere ich, dass sich eine schlechte Stimmung weiter verbreitet.

Kritik an meinem Benehmen

Mein Benehmen sollte Vorbildcharakter haben. Doch manchmal wird mir vorgeworfen, dass ich ohne Schutzschuhe eine Baustelle betrete, Mitarbeiter ohne Handschlag begrüße oder ein Telefongespräch zu abrupt beende. Diese Art der Kritik zeigt mir, dass mein soziales Umfeld andere Handlungsnormen von mir erwartet.

Hier muss ich schauen, ob ich mein Verhalten ändern sollte. Menschen sind verschieden und jeder einzelne mag unterschiedliche Erwartungen an den sozialen Umgang haben. Für ein positives Miteinander sollte ich mein Umfeld weniger behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte, sondern wie die Menschen um mich herum behandelt werden möchten. Ein Händedruck, ein Schulterklopfen oder eine verbale Anerkennung bewirken Wunder.

Kritik am eigenen Aussehen

Zielt Kritik auf meine Eitelkeit ab, ist das besonders schmerzhaft. Vorwürfe ich sei zu dick, meine Haare zu lang oder mein Hemd zerknittert, stammen meist von Freunden oder Familienangehörigen. Diese Personen kennen mich seit Langem und haben kein Interesse daran, mich zu verletzen.

Solche Kritik nehme ich immer ernst. Ein kurzer Blick in den Spiegel bestätigte mir, dass meine Tochter recht hatte, als sie mich am Wochenende zum Frisör schickte. Nach zwei Wochen Abwesenheit sah sie mein Erscheinungsbild mit frischen Augen, an das ich mich schon gewöhnt hatte. Ein kurzer Anruf beim Frisör ist schnell erledigt, ein Hemd zügig gebügelt.

Insgesamt versuche ich sämtlicher Kritik rasch ihre Grundlage zu entziehen. Bei meinem Äußeren ist es meist einfach möglich. An meinem Verhalten muss ich etwas länger Arbeiten, um erwartetes Verhalten zu praktizieren. Nur die Kritik an der Arbeit stellt immer wieder neue Herausforderungen dar, doch genau dafür schätze ich sie. Die Auseinandersetzung mit Kritik verschafft mir wertvolle Einblicke.

Dirk Eckart

Dirk Eckart - Mein Blog zum Thema Gerüstbau / 30. Oktober 2017

Gerüstbau trifft Feuerwehr

Gerüstbau trifft Feuerwehr

Gerüstbau trifft Feuerwehr – Übungseinsatz der Feuerwehr Roßwein Feuerwehr, Blaulicht und große Hektik im Gerüstpark der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH. Was war passiert, dass die Feuerwehr Roßwein Montagabend gleich mit drei Einsatzfahrzeugen zum Gewerbegebiet Goldene Höhe eilte? Und wie gehen sie dabei vor, um verletzte Personen aus schwindelerregender Höhe von Fluchttreppentürmen, Raumgerüsten oder Bautreppentürmen zu retten? Eine Feuerwehrübung unter Realbedingungen Seine Mannschaft realistisch auf das Szenario der Höhenrettung vorzubereiten – das war das erklärte Ziel von Wehrleiter Rene Bernhardt. Mit 12 Mann der freiwilligen Feuerwehr rückte er am Montag gegen 19 Uhr aus, um die Möglichkeiten der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH für eine Rettungsübung zu nutzen. Für eine Höhenrettung ist der Gerüstpark wie ein einziger Abenteuerspielplatz. Hier stellt Gemeinhardt Mustergerüste wie Fluchttreppentürme, Raumgerüste und Bautreppentürme aus, die normalerweise extreme Höhen auf Baustelle erreichen.

An diesem Montagabend trainierten die Rettungsspezialisten an ihnen, wie Drehleitern in Stellung gebracht, Personen aus luftigen Höhen gerettet und schwere Rettungsausrüstungen an den Einsatzort gehievt werden. Verletzt war freilich niemand. Dafür übernahmen beschwerte Feuerwehrschläuche die Rolle mögliche Opfer, die per Rollgliss-Abseilgerät, Flaschenzug und Rettungstrage zu wartenden Sanitätern abgeseilt wurden. Eine Aufgabe, welche die tapferen Männer der freiwilligen Feuerwehr mit Bravour erledigten. Lohnenswerte Kooperation Solche Kooperation wie beim Höhenrettung-Training zeigen, wie wertvoll eine Zusammenarbeit mit Vereinen, Schulen und öffentlichen Institutionen ist. Die Feuerwehr trainiert unter realistischen Bedingungen wodurch wir im Ernstfall auf deren schnelle und professionelle Hilfe vertrauen dürfen. Schnell entwickeln sich aus solchen Projekten weitergehende Freundschaften.

So waren wir dankbar darüber, dass die Roßweiner Feuerwehr unseren Gerüstbau zum Gewerbefest 2016 tatkräftig unterstützt haben. Unsere Jüngsten luden sie zur Rundfahrt im Feuerwehrauto ein und verhalfen den Größeren zu einem beeindruckendem Panoramablick an der Spitze ihrer 36 Meter hohen Drehleiter. Ein Erlebnis für alle Beteiligten. Dass die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH der Feuerwehr ihr Fachwissen zur jährlichen Prüfung von Anschlagmitteln zur Verfügung stellte und 2017 den Verein der Feuerwehrhistorik Roßwein e.V. bei ihrem Bergrennen mit geeigneten Start-Türmen aushalf, war eine Selbstverständlichkeit.

Ein besonderer Dank geht an die Kameraden und den Wehrleiter Rene Bernhardt, der die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Höhenrettung am Gerüst erst möglich gemacht hat.

Dirk Eckart

Allgemein / 9. Oktober 2017

Angebotsausarbeitung Kostenfrei ?

Angebotspreis

Gerüstangebote als kostenfreie Zuarbeit ?

Welcher Unternehmer kennt das nicht ?

Bitte erstellen sie uns ein kostenfreies und verbindliches Angebot für nachfolgende Leistungen. Die Bearbeitungszeit vom Eingang der Anfrage beträgt genau noch 4 Tage  bis zur Abgabe des Angebotes und die Leistungen sind komplex und 1 x pauschal über die gesamte Bauzeit zu kalkulieren.

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Vorarbeiten zur Kalkulation und Angaben zur Baustelle

Beim genauen Hineinlesen in die Unterlagen wird festgestellt, dass die Angaben über Massen, Bauzeit und Ausführung sehr mangelhaft sind und  die Zeichnungen zum Projekt ohne aussagekräftige Maßangaben. Die Telefonnummer des Planers ist jedoch schon einmal mit aufgeführt, nach einem Anruf  stellt sich heraus, das Projekt wir seit 2 Jahren durch ein Ing. Büro vorgeplant und  die Ausschreibung wurde schon 6 Monate vor deren Versendung an die Ausführenden erstellt.

 

Zeitaufwand und Kalkulation der Leistung

Massen und Maße aus den Plänen ziehen, Telefonate mit Planer und Auftraggeber, welche Arbeiten denn überhaupt ausgeführt werden, Bauzeit erfragen wie lange die beschriebene Leistung überhaupt benötigt wird, denn die angegebene Bauzeit ist die gesamte Zeit der Bauausführung mit Vorarbeiten, Planung und Baustellenräumung für den Generalunternehmer. Besprechungen mit Statiker über die Konstruktion, Preisnachfragen bei Lieferanten, und schlussendlich Kalkulation der eigenen Leistungen mit Kostenermittlung für Übernachtungen, Transport, Mon.- und Demontage der Leistungen, zusätzliche Materialkosten, Miete von Baumaschinen, Statik, Fahrkosten, tarifliche Zulagen usw. Zeitaufwand von einem ganzen Tag.

 

Warum eigentlich kostenfrei ?

Warum sollten wir diese Planungsleistung dennoch kostenfrei erstellen? Und das mit einer Bearbeitungszeit von nur 4 Tagen ? Durch eine 2 jährige Planung des Projektes sollte ein Leistunsgsverzeichnis so aussagekräftig sein, dass jeder Anbieter genau erkennen kann, welche Leistung er für welche Zeit kalkulieren sollte. Jedoch das genaue Gegenteil ist der Fall, jeder bietet eine andere Leistung an, da jeder für sich durch die ungenauen Angaben die anzubietende Leistung zusammenstellt. Hier muss es zu enormen Kostenunterschieden kommen, aber ist das von den ausschreibenden Stellen so gewollt ?

Und dann werden diese ing.- technischen Planungsleistungen noch von uns Unternehmern für umsonst getätigt. Das beauftragte Ing.- Büro des Gesamtprojektes wurde vom Auftraggeber dafür bezahlt, eine komplette Planung und das Leistungsverzeichnis zu erstellen. Dies nahm ca. 2 Jahre in Anspruch und die Kosten hierfür wurden vom Auftraggeber schon investiert.

 

Meine Meinung ist, dass wir unkomplizierte und aussagekräftige Ausschreibungen schon kostenfrei für unsere Kunden erstellen müssen, jedoch wenn sich die Angebotsbearbeitung und Kalkulation zur ing.- technischen Herausforderung erweitert, müssen wir uns dies auch vergüten lassen und unsere Ideen sowie unser Know How nicht einfach kostenfrei abgeben.

 

Dirk Eckart