Tag Archives: Vertrauen

Dirk Eckart – Unternehmer aus Leidenschaft, Gerüstbauer mit Herz und Mutmacher aus Überzeugung / 19. September 2026

VERLÄSSLICHKEIT – KEINE BANK, AUF DER MAN SICH AUSRUHEN KANN

Verlässlichkeit gehört für mich zu den wichtigsten Werten – im Geschäftsleben genauso wie im Privaten. Doch in letzter Zeit habe ich mehrfach erlebt, dass Verlässlichkeit sehr gern eingefordert wird, bei der eigenen Umsetzung aber manchmal erstaunlich schnell an Bedeutung verliert.

Termine werden vereinbart, Zusagen gemacht und Absprachen getroffen. Man verlässt sich darauf, plant entsprechend und hält sich selbst an das Vereinbarte. Umso enttäuschender ist es, wenn genau diese Selbstverständlichkeit auf der anderen Seite fehlt.

Für mich ist klar: Verlässlichkeit ist keine Einbahnstraße. Wer erwartet, dass andere pünktlich sind, Zusagen einhalten und Verantwortung übernehmen, muss denselben Maßstab auch an sich selbst anlegen.Dabei geht es gar nicht darum, dass immer alles funktionieren muss. Natürlich kommt etwas dazwischen. Natürlich verändern sich Situationen. Entscheidend ist für mich dann die Kommunikation: Ein Anruf, eine kurze Nachricht und ein ehrliches Wort können vieles klären. Einfach nicht liefern oder sich nicht mehr melden, dagegen nicht.

Verlässlichkeit entsteht außerdem nicht durch große Versprechen. Sie zeigt sich in vielen kleinen Dingen: Ich sage etwas zu – und ich mache es. Ich vereinbare einen Termin – und halte ihn ein. Ich übernehme eine Aufgabe – und kümmere mich darum.Über Jahre kann man sich damit Vertrauen und einen guten Ruf erarbeiten. Aber genau darin liegt vielleicht die Gefahr: Verlässlichkeit ist keine Bank, auf der man sich irgendwann ausruhen kann. Vertrauen muss mit jeder neuen Zusage wieder bestätigt werden.

Ich werde deshalb auch weiterhin versuchen, mich an einem einfachen Grundsatz zu orientieren:Erwarte von anderen nur das, was du selbst bereit bist zu leisten.Vielleicht sollten wir alle etwas weniger versprechen – und dafür wieder etwas mehr halten.

Wie wichtig ist Verlässlichkeit für euch? Und wie geht ihr damit um, wenn Zusagen wiederholt nicht eingehalten werden?

Immer gut gerüsteteuer Dirk

Allgemein / 20. Juni 2026

EINIGKEIT IN DER FÜHRUNG – STABILITÄT ENTSTEHT DURCH GEMEINSAME HALTUNG

Im unternehmerischen Alltag zeigt sich Führung nicht nur in großen Entscheidungen oder strategischen Weichenstellungen. Echte Einigkeit beginnt im Kleinen – im täglichen Miteinander, in der Abstimmung und im gemeinsamen Auftreten nach innen und außen.

Wenn zwei Geschäftsführer ein Unternehmen führen, ist eines entscheidend: eine klare gemeinsame Linie. Unterschiedliche Perspektiven sind dabei kein Nachteil – im Gegenteil. Sie werden dann zur Stärke, wenn sie in abgestimmte Entscheidungen und ein geschlossenes Handeln münden.

Einheit in der Führung bedeutet nicht Gleichheit in jeder Meinung, sondern Verlässlichkeit in der Umsetzung. Für Mitarbeiter, Kunden und Partner ist es essenziell zu spüren, dass die Unternehmensführung als Team agiert, Verantwortung teilt und Entscheidungen gemeinsam trägt.

Gerade in herausfordernden Zeiten wird sichtbar, wie stabil eine Führung wirklich ist. Uneinigkeit führt zu Unsicherheit – Klarheit und Geschlossenheit schaffen Vertrauen.

Mit einem Augenzwinkern lässt sich sagen:

Ein einheitliches Auftreten ist mehr als nur äußere Wirkung – es ist ein sichtbares Zeichen für eine gemeinsame Haltung und klare Richtung.

Drei zentrale Faktoren für Einigkeit in der Führung:

  1. Klare, gemeinsam getragene Entscheidungen
    Strategische und operative Themen werden abgestimmt und geschlossen vertreten.
  2. Verlässliches Auftreten nach innen und außen
    Mitarbeiter und Partner erleben eine klare Linie – ohne widersprüchliche Signale.
  3. Vorleben statt nur vorgeben
    Führung wird nicht erklärt, sondern täglich sichtbar gemacht.

Eine starke Organisation braucht eine Führung, die Orientierung gibt, Vertrauen schafft und als Einheit wahrgenommen wird.

Denn am Ende gilt: Stabilität im Unternehmen beginnt an der Spitze.

Immer gut Gerüstet euer Dirk 

Allgemein / 20. September 2025

Verantwortung im Handwerk

VERANTWORTUNG IM HANDWERK: WARUM FÜHRUNG MEHR IST ALS ALLES SELBST ZU MACHEN

Im Handwerk begegnet man häufig Führungskräften und Chefs, die sich selbst als Herzstück ihrer Firma sehen – quasi als Superman oder Superwoman des Betriebs. Sie sind die ersten, die morgens das Büro betreten, und die letzten, die es abends verlassen. Sie sind stolz darauf, jede Aufgabe selbst zu übernehmen, jede Entscheidung persönlich zu treffen, und bei jeder Herausforderung selbst zur Stelle zu sein. Diese Einstellung wird oft als vorbildlich wahrgenommen, als der Inbegriff von Einsatz und Engagement. Doch ich kenne einige solche Führungskräfte – und viele von ihnen erreichen irgendwann einen Punkt, an dem sie sich erschöpft, überfordert und alleine fühlen. 

Vielleicht kennt ihr solche Aussagen: „Ich war der beste Handwerker und gleichzeitig der beste Marketer. Ich habe mein Handwerk perfekt beherrscht, darauf war ich stolz. Jedes Problem habe ich selbst gelöst. Aber irgendwann saß ich regelmäßig abends um 20 Uhr immer noch im Büro und fragte mich: ‚Was zur Hölle mache ich hier eigentlich?‘ “ 

Die Illusion des Kontrollfreaks 

An der Oberfläche scheint dieser Führungsstil beeindruckend: Alles läuft über den Chef, der Chef weiß alles, alles hängt am Chef. Aber genau hier lauert die Gefahr. Diese Art, Führung zu gestalten, hat oft weniger mit Engagement und mehr mit Kontrollbedürfnis zu tun. Ein Chef, der überall eingreift, blockiert seine Mitarbeiter, erstickt Eigeninitiative und sorgt dafür, dass das gesamte Unternehmen von einer einzigen Person abhängig wird – nämlich sich selbst. Aber was passiert mit dem Betrieb, wenn der Chef mal krank wird? Oder mal Urlaub braucht? 

Gute Führung bedeutet nicht, jede Verantwortung an sich zu ziehen. Im Gegenteil: Sie bedeutet, Verantwortung abzugeben. Vertrauen ins Team zu haben. Und darauf hinzuarbeiten, dass das Unternehmen auch ohne den Chef funktioniert. 

Verantwortung vs. Überverantwortung 

Natürlich heißt Führung immer auch Verantwortung. Als Chef stehe ich am Ende für alles ein – für den Erfolg genauso wie für die Fehler. Aber Verantwortung bedeutet nicht, alles selbst zu machen. Verantwortung bedeutet, ein Team zu haben, das motiviert, geschult und in der Lage ist, einen Teil dieser Verantwortung selbst zu tragen. Denn nur, wenn ich Aufgaben delegiere und vertrauen kann, kann ich auch den Raum schaffen, um strategisch zu führen, mein Unternehmen weiterzuentwickeln und nicht im Tagesgeschäft zu ersticken. 

Die Gefahren des „Ich-mach-es-selbst“-Ansatzes 

Wenn alles an einer Person hängt, dann ist das Unternehmen in einer gefährlichen Position. Denn irgendwann passiert es: Der Chef sitzt abends um 20 Uhr alleine im Büro und fragt sich, wie alles nur so kompliziert werden konnte. Sowohl körperlich als auch mental führt diese Art von Führung früher oder später zu Überforderung. Selbst der engagierteste Chef hat nur 24 Stunden am Tag und begrenzte Ressourcen. Wenn er oder sie diese ständig erschöpft, bleiben die langfristigen Ziele auf der Strecke. 

Gute Führung heißt Vertrauen schaffen 

Die besten Chefs, die ich kenne, haben eines gemeinsam: Sie vertrauen ihrem Team. Sie delegieren nicht nur Aufgaben, sondern auch Entscheidungsbefugnisse. Sie investieren Zeit und Energie darin, ihre Mitarbeiter so zu schulen und zu motivieren, dass diese eigenständig arbeiten können. Und sie wissen, dass sie keine Schwäche zeigen, wenn sie sich selbst aus dem operativen Tagesgeschäft ein Stück weit heraushalten. Im Gegenteil – sie schaffen damit die Grundlage dafür, dass das Unternehmen auch ohne sie funktioniert. 

Fazit: Weg vom klassischen Einzelkämpfer, hin zur Führungskraft mit Weitblick 

Verantwortung im Handwerk (und anderswo) bedeutet nicht, alles selbst zu machen – sondern die richtigen Menschen um sich zu scharen und ihnen die Chance zu geben, mitzuwachsen. Echte Führungskraft zeigt sich nicht in der Anzahl der Stunden, die ein Chef im Büro verbringt, sondern in der Fähigkeit, ein Team zu formen und zu motivieren, das eigenständig agiert. Am Ende sollte das Ziel immer sein, dass das Unternehmen auch dann erfolgreich bleibt, wenn der Chef mal einen Schritt zurücktritt. 

Was denkt ihr: Wie schafft man den Spagat zwischen Verantwortung abgeben und trotzdem den Überblick behalten? Ich freue mich auf eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren – und teilt diesen Beitrag gerne, wenn er euch inspiriert hat! 

Mit vielen Grüßen und immer gut gerüstet,

euer Dirk Eckart 

 

Allgemein / 15. September 2022

Aufgaben verteilen ist keine Faulheit

Aufgaben verteilen ist keine Faulheit

Delegieren heißt, Vertrauen in die eigene Kompetenz zu zeigen

Im Handwerk neigen viele Chefs dazu, auch bei kleinen Aufgaben selber Hand anzulegen. Sie wissen, dass kein Mitarbeiter am Anfang seiner Karriere über das Wissen, die Erfahrung und das Geschick verfügt, die sich ein Meister im Laufe seines Lebens angeeignet hat. Für ein Unternehmen ist Delegieren aber aus mehreren Gründen überlebenswichtig.

Hebelwirkung und Vertrauen in die eigene Kompetenz

Mikromanagement stellt sicher, dass Mitarbeiter im Team Aufgaben exakt nach der eigenen Vorstellung erledigen. Es beschränkt das Arbeitspensum im Handwerk aber auch auf die Menge, die eine einzelne Person überwachen kann. Ein wirtschaftlicher Hebeleffekt entsteht erst, wenn das Team die Arbeit selbstständig erledigt, der Chef die Arbeit also delegiert. Dazu gehört aber Mut und Vertrauen in die eigene Kompetenz.

Die Redensart „Erstklassige Chefs suchen erstklassige Mitarbeiter, zweitklassige Chefs suchen drittklassige Mitarbeiter“ ist im Handwerk so wahr, wie in kaum einem anderen Berufsstand. Wenn ein Team das Handwerk ähnlich gut durchführt, wie der Chef, dann hat dieser Zeit, um sich wichtigeren oder dringenderen Aufgaben zu widmen. Darüber hinaus unterstreicht ein gut eingespieltes Team seine Führungsqualität und Kompetenz.

Delegieren ja, aber was?

Vor der schwierigen Entscheidung, Aufgaben an sein Team zu delegieren oder lieber selber zu erledigen, steht jeder Chef früher oder später. Das sogenannte Eisenhower-Prinzip bietet dafür ein sinnvolles und einfaches Bearbeitungsschema. Es fragt ab, ob eine Aufgabe dringend und/oder wichtig ist.

Ist die Aufgabe: 

  • dringend und wichtig, muss sie sofort persönlich erledigt werden.
  • dringend aber weniger wichtig, sollte sie delegiert werden.
  • wichtig aber nicht dringend, sollte sie auf einen späteren Termin gelegt werden.
  • weder dringend noch wichtig, gehört sie in den Papierkorb.

Ein modernes Zeitmanagement kann nur bedingt verhindern, dass eine Aufgabe überhaupt dringend wird. Das Eisenhower-Prinzip hilft dann jene Aufgaben zu identifizieren, die beim Delegieren die größte Entlastung bringen.

Vertrauen und delegieren – so zeigen Sie echte Wertschätzung

Beim Delegieren geht es neben der eigenen Entlastung auch um die Wertschätzung des Mitarbeiters. Jede Aufgabe, die ich als Chef an kompetente Mitarbeiter im Team weiterreiche, drückt aus, wie sehr ich dessen Arbeit und Kompetenz wertschätze. Ich baue damit ein Vertrauensverhältnis auf, welches für das ganze Unternehmen einen unschätzbaren Mehrwert darstellt.

Jeder ist stolz auf sein Handwerk und möchte das auch zeigen. Mit delegierten Aufgaben bekommen Mitarbeiter die Gelegenheit dazu, sich als wertvolles Mitglied im Team zu beweisen. Mein Vertrauen in die Fähigkeiten meiner Mitarbeiter zahlt sich daher umgehend in einem positiven Betriebsklima aus, als Steigerung der Qualität unserer Arbeit und einem guten Lebensgefühl.

Für mich ist das genau die Art, wie ein gut funktionierendes Arbeitsumfeld aussehen sollte – eine entspannte Atmosphäre voller Respekt und Wertschätzung.

Ihr Dirk Eckart

Allgemein / 2. Oktober 2020

Clemens Otto – ein Arzt, ein Freund, ein Lebensretter

Clemens Otto

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Gedenke der Quelle, wenn du trinkst.“ Ich bin heute am Leben, weil eine wundervolle Quelle mir ein neues Leben und frische Vitalität geschenkt hat. Diese Quelle war mein Hausarzt und Freund Clemens Otto; eine Quelle, die mit seinem Ableben am Dienstag, dem 15. September 2020 versiegte.

Er wachte über die Gesundheit von Roßwein

Clemens Otto war ein außergewöhnlicher Mann. Seine Beliebtheit war sowohl im Verständnis für die Lage seiner Patienten begründet, wie auch in seinem Engagement für die Gesundheit der Menschen in Roßwein. Seine offene und ehrliche Art erzeugte Vertrauen. Stets fand er beruhigende Worte, wenn die Angst um die eigene Gesundheit einmal Überhand nahm.

Für seine Beliebtheit in Roßwein sorgte nicht zuletzt sein Bemühen um den Fahrdienst für Notdiensteinsätze. Zudem trieb er den Umbau der alten Post in ein modernes medizinisches Versorgungszentrum voran. Hier hatte er bis zuletzt seine Praxis, in der er mit Verständnis und Vertrauen seine Patienten empfing.

Ich verdanke ihm mein Leben

Die Beliebtheit von Clemens Otto kann ich gut verstehen. Auch mir brachte er Vertrauen und Verständnis in einer schwierigen Zeit entgegen. Mehr sogar, er rettete mir das Leben, als er mich im August 2014 innerhalb weniger Tage an einen Kardiologen überwies. Dieser diagnostizierte meine nahezu komplett verschlossenen Herzkranzgefäße, welche schließlich zu meiner großen Operation am offenen Herzen führten.

Heute erfreue ich mich guter Gesundheit und lebe glücklich mit meiner Frau und meinen Kindern. Ich weiß, dass ich alles nur dem schnellen Eingreifen meines Hausarztes verdanke. Bei meinen regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist mir Clemens Otto ans Herz gewachsen. Ich sehe ihn als Freund an, der mir ein zweites Leben geschenkt hat.

Eine Lücke in unseren Herzen

Mit 48 Jahren erwartet niemand seinen eigenen Tod. Wir vertrauen darauf, noch ein langes Leben vor uns zu haben. Uns fehlt das Verständnis dafür, dass ein wertvoller Mensch einfach so aus unserem Leben gerissen wird. Clemens Otto hinterlässt seine Ehefrau und seinen Sohn. Niemand kann den Vater und Ehemann für sie ersetzen. So wie mir niemand den Freund und Lebensretter ersetzen kann.

Was ich kann, ist von der Beliebtheit eines herausragenden Hausarztes berichten, von seinem Verständnis für die Sorgen und Nöte seiner Patienten. Ich kann davon erzählen, dass Clemens Otto mir ein neues Leben und Vertrauen in meine Gesundheit geschenkt hat. Ich kann die Erinnerung an ihn am Leben halten; hier und für alle, die es Lesen.

Danke für Deine Hingabe

Ein guter Mensch, der sich so großer Beliebtheit erfreute, lebt in unserer Erinnerung weiter. Durch sein Werken bin ich und viele andere Menschen aus Roßwein am Leben. Um bei meiner Anfangsmetapher zu bleiben: die Quelle mag versiegt sein, aber ihr Wasser schenkte unzähligen Blumen entlang der Bäche und Flüsse neues Leben. Clemens Otto, ich danke Dir für Deine Hingabe und meine Gesundheit.

Dirk Eckart