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Allgemein / 20. Dezember 2019

Social Media Recruiting

Social Media Recruiting

Social Media Recruiting – Die moderne Art der Personalgewinnung

Gastbeitrag von Christian Wolfram

Sie haben Probleme, das richtige Personal zu gewinnen? Es bewerben sich weniger Leute und wenn mal welche kommen, dann sind diese nicht qualifiziert oder passen nicht ins Team? Sie haben schon alles probiert und bekommen trotzdem keine neuen Mitarbeiter? Fachkräftemangel, War for Talents, Employer Branding, … Alles Begriffe, die Sie schon gehört haben und ein aktuelles Problem beschreiben, das nicht nur Sie betrifft, sondern zahlreiche weitere Unternehmen?

Wenn Sie sich darin wiedererkennen, dann finden Sie in diesem Beitrag sicherlich ein paar sehr hilfreiche Tipps für Ihre nächste Recruiting Kampagne.

Es geht um die Frage: Wie finde ich heutzutage noch qualifizierte Fachkräfte?

Doch wer schreibt hier eigentlich? Hallo, mein Name ist Christian Wolfram. Ich habe Psychologie studiert, bin seit zahlreichen Jahren als Online Marketer aktiv und habe mit meinem Geschäftspartner, Ronny Ruckenbrot, die Plattform www.recruiting-guru.de gegründet.

Wir helfen mittelständigen Unternehmen, über Social Media (Facebook, Instagram, LinkedIn und Co) qualifizierte Fachkräfte zu generieren, ohne auf Personalvermittler, Stellenanzeigen in Jobbörsen oder Zeitungsannoncen vertrauen zu müssen. Wir haben für die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH eine Social Media Recruiting Kampagne umgesetzt und sehr gute Ergebnisse erzielt. An diesem Beispiel möchte ich Ihnen nun die Vorzüge von Social Media Recruiting nährerbringen und wie wir es geschafft haben, innerhalb von 4 Wochen 43 Bewerber für das Gerüstbau-Unternehmen zu generieren.

Warum Social Media Recruiting?

Wahrscheinlich werden Sie sich fragen: „Warum soll Social Media Recruiting eigentlich jetzt so gut funktionieren?“. Die Antwort ist recht simpel, es nutzt nämlich fast jeder. Allein auf Facebook gibt es inzwischen ca. 32 Millionen Menschen in Deutschland, die die Plattform mindestens einmal im Monat nutzen. Davon sind über 23 Millionen Menschen täglich auf der Plattform unterwegs (Quelle).

Sie können sich also sicher sein, dass Ihre potenziellen Traumkandidaten direkt unter diesen Menschen zu finden sind. Wenn man jetzt noch Kanäle wie LinkedIn, Instagram, Youtube oder Google dazu nimmt, dann kann man wirklich sehr viele Menschen online erreichen.

Das größte Problem der meisten Unternehmen ist nämlich nicht, dass es keine Fachkräfte gibt, sondern dass diese nicht erreicht werden. Die Fachkräfte sind gerade bei der Konkurrenz und nicht direkt auf Arbeitssuche. D.h. es entgehen einem im Recruiting Prozess unglaublich viele Leute, die über die herkömmlichen Wege nicht erreicht werden.

Schauen wir uns mal kurz an wie sich das konkret im Alltag vieler Unternehmen äußert (Achtung: Ich übertreibe hier zur Veranschaulichung ein wenig):

Stellenbeschreibungen

  • werden zu großen Teilen von der Konkurrenz kopiert und strotzen nur so von unkonkreten Phrasen wie „junges, motiviertes Team“ oder „übertariflicher Bezahlung“
  • werden auf Jobbörsen veröffentlicht, auf denen 50 weitere Konkurrenten ebenfalls aktiv sind – man geht also zwangsläufig einfach unter
  • sind reine Textwüsten, kein persönlicher Touch oder etwas Authentisches, keine weiterführenden Links oder umfassende Informationen zum Unternehmen oder zur Unternehmensphilosophie, keine Bilder / Videos, kein Ansprechpartner mit direkten Kontaktinformationen …

Bewerbungsprozess

  • Man muss schon im ersten Schritt einen Lebenslauf inkl. Anschreiben inkl. Motivationsschreiben inkl. Arbeitszeugnissen hinschicken
  • Man meldet sich bei einer Recruiting-Zentrale über die zwei Wochen später erst eine Antwort kommt (wenn überhaupt mal eine kommt)

Ich könnte die Liste jetzt noch beliebig fortführen, aber ich glaube, dass die Beispiele schon viele Probleme gut verdeutlichen. Ich will Ihnen nun daher ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre nächste Recruiting Kampagne optimieren können und wie Sie Social Media in diesem Zusammenhang gut nutzen können, um qualifiziertes Personal zu finden.

Tipp 1: Nutzen Sie Video-Stellenanzeigen

Für die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH haben wir im ersten Schritt eine Stellenanzeige in Videoform erstellt. Sie können sich das Video unter diesem Link anschauen (Link zur Facebook-Werbeanzeige). Dieses Video haben wir über Facebook beworben und insgesamt fast 70.000 Menschen über dreimal erreicht. Zum Vergleich: In das Leipziger Fußballstadion passen zwischen 40.000 und 45.000 Menschen. Die Reichweite ist also vergleichbar wie wenn Sie sich zu vier unterschiedlichen Fußballspielen mitten in das Fußballstadion stellen und am Mikrofon verkünden, dass Sie gerade Personal suchen. Nur dass man bei Facebook noch ziel spezifischer relevante Kandidaten ansprechen kann. Im Prinzip haben wir eine Werbekampagne auf Facebook mit einer Video-Stellenanzeige umgesetzt.

Bei Videos dieser Art gibt es sehr viele Fallstrecken, die wir bei www.recruiting-guru.de mit zig Tausenden Euros an Werbebudget schon durchgetestet haben. Es gibt einfach Sachen, die gut funktionieren und natürlich auch Dinge, die man in diesem Format besser vermeiden sollte.

Das Wichtigste ist hier allerdings die Authentizität. Bitte nutzen Sie nicht hochproduzierte und total glattgebügelte Videos. Es ist wichtig, dass Sie nahbar und authentisch bleiben. Niemand mag Werbung und Imagefilme sind als Medium in vielen Fällen ebenfalls überholt. Natürlich muss man hier im Einzelfall strategisch unterscheiden, aber bei KMUs funktioniert es sehr gut, wenn sich die Hauptansprechperson für die Kandidaten selbst vor die Kamera stellt und dem Zuschauer die relevanten Dinge über die Stelle erzählt, aber auch direkt zeigt. Suchen Sie beispielsweise LKW-Fahrer (m,w,d), dann zeigen Sie die LKWs. Wenn Sie Mechaniker (m,w,d) suchen, dann zeigen Sie zum Beispiel die Werkstatt und Ihre Ausrüstung. Für Köche (m,w,d) ist die Küche sehr interessant ebenso wie die Gerichte, die diese dann später kochen sollen. Eigentlich ziemlich logisch, oder?

Solche Dinge kann man mit reinen Text-Stellenanzeigen einfach nicht gut auffangen. Ihr Vorteil: Es macht aktuell fast kein Unternehmen. Versetzen Sie sich einfach mal in die Lage Ihrer potenziellen Kandidaten – Was fänden die besser? Eine typische Text-Stellenanzeige oder wenn mir der Chef persönlich das Unternehmen inkl. der relevanten Punkte für mich als Kandidat zeigt?

Tipp 2: Stellenanzeige 2.0

Da wir Social Media als Hauptkanal für das Ausspielen der Videostellenanzeigen nutzen, kann man im Hintergrund natürlich technisch noch sehr viele Punkte bei den Stellenanzeigen herausholen. Im Online Marketing spricht man dabei von „Landingpages“. Das sind sehr spezifische Webseiten auf denen die Leute landen, wenn Sie auf die Werbeanzeige (also die Videostellenanzeige) klicken. In der Recruiting-Szene werden diese Landingpages oftmals auch als Mirko-Seite bzw. Mirco-Site bezeichnet.

Es geht einfach nur darum, dass Sie Ihre Stellenanzeige in Form einer spezifischen Webseite darstellen. Auf diesen kann man einfach wesentlich mehr machen als es über eine typische Stellenanzeige in einem Jobportal oder in Zeitungsinseraten möglich wäre. Sie können Ihr Corporate Design nutzen, verschiedenste zusätzliche Medien wie Bilder, Video, Podcast usw. einbauen und vieles mehr. Selbst interaktive Dinge wie Quizze, Mini-Spiele oder ähnliches sind möglich.

Das Beispiel aus der Gerüstbau-Kampagne können Sie sich hier anschauen. Bei solchen Landingpages gibt es unglaublich viel zu beachten. Wichtig ist beispielsweise, dass die Seite sehr schnell lädt. Niemand mag auf eine Webseite kommen, die sich erst nach 5 Sekunden aufgebaut hat. Gerade im Zusammenhang mit Werbemaßnahmen kostet Sie das dann enorm viel Geld. Ebenso muss die Seite auf Smartphones und Tablets vernünftig dargestellt werden. Die schönste Seite bringt einem nichts, wenn sie auf dem Smartphone total zerschossen ist.

Tipp 3: Moderner Bewerbungsprozess

Wir benutzen tagtäglich verschiedenste Webseiten oder Apps – Warum sollte die Erfahrung für den Kandidaten dann nicht ähnlich sein? Die meisten bestellen inzwischen viel über Amazon, nutzen Streaming-Dienste wie Netflix zum Filme-Schauen, informieren sich über Youtube bevor sie sich ein neues Auto kaufen oder nutzen einfach die sozialen Medien, um im Kontakt mit ihren Freunden zu bleiben.

Warum sollte also der Bewerbungsprozess nicht ähnlich modern, interaktiv, digital und einfach sein wie alles andere? Es ist doch merkwürdig wenn wir für den Kauf heutzutage nur noch zwei Klicks bei Amazon benötigen aber beim Bewerbungsprozess erstmal mehrere Stunden einen Lebenslauf mit Anschreiben und Motivationsschreiben erstellen, dann die Arbeitszeugnisse heraussuchen und einscannen müssen, nur um dann das Ganze via Post zum potenziellen Arbeitsgeber zu senden, der einem dann vielleicht nicht mal antwortet. Gerade junge Leute haben heute keine Scanner mehr und für viele Menschen ist dieser Prozess einfach zu umständlich – besonders wenn man keine Not hat, weil man sich aktuell in einem Arbeitsverhältnis befindet.

Zum Vergleich: Bei recruiting-guru.de haben wir beispielsweise Tests gemacht wie viele Kandidaten sich mit und wie viele sich ohne Lebenslauf bewerben. Was schätzen Sie?

Im aktuellsten Test kamen wir bei einem Kunden auf einen Faktor von fast 1:4! D.h. es haben sich fast viermal mehr Leute über ein Formular ohne Lebenslauf-Upload beworben als wenn sie diesen zusätzlich haben hochladen müssen. Sie verlieren also sehr viele Bewerber und glauben Sie mir, der besagte Kunde wird in Zukunft online im ersten Schritt immer auf die Bewerbungsunterlagen verzichten.

Jetzt werden Sie sicherlich denken „Wie soll das gehen? Ich brauche doch ein paar Informationen über die Kandidaten.“ – Natürlich, die sollen Sie auch bekommen. In der Regel interessiert einen eigentlich nur ob man die fachliche Qualifikation hat und wie viel Erfahrung man schon hat sammeln können. Das sind Dinge, die man ohne Probleme mit einem Fragebogen im Bewerbungsprozess abfragen kann. Sie können dann beliebig viele Fragen zusätzlich hinzufügen, die für Sie relevant sind. Technisch ist da alles möglich, wir empfehlen nur, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und die Kandidaten im Anschluss einfach anzurufen. Am Telefon kann man die Kandidaten persönlich kennenlernen und den Lebenslauf sowie Ziele, Vorstellungen etc. gleich abfragen. Den Lebenslauf können Sie ja in einem weiteren Schritt anfordern, wenn Sie sich schon sicherer sind, dass die Kandidaten grundlegend geeignet sind.

Versetzen Sie sich da einfach mal in die Lage des Kandidaten. Wie viel besser ist das für diesen, wenn er nur einen Fragebogen ausfüllen sowie ein paar Zeilen über sich und seine Erfahrungen schreiben muss, am nächsten Tag vom Chef persönlich angerufen wird und nicht vorab schon ein paar Stunden für einen Lebenslauf etc. investieren muss. Zumal heutzutage niemand einen Lebenslauf auf dem Smartphone hat. Wie schon geschrieben, wir sind es gewohnt, alles im Alltag schnell mit unserem Handy zu machen – aber wenn es um die Bewerbung geht muss man sich plötzlich an seinen Computer setzen (den viele schon nicht mehr haben), einen Lebenslauf erstellen, Arbeitszeugnisse einscannen usw. Da ist ein Bewerbungsprozess, der in 30 Sekunden durchführbar natürlich deutlich effektiver.

Fazit

Personalprobleme führen allmählich zum Umdenken vieler Unternehmen. Manche neuen Maßnahmen erfordern einen größeren Schritt, andere wiederrum einen kleineren. Social Media, gerade im Zusammenhang mit allen Möglichkeiten der neuen Medien und Digitalisierung, bietet hier ein unglaubliches Potenzial, in den nächsten Jahren seine Personalprobleme in den Griff zu bekommen.

Seit der Gründung von recruiting-guru.de haben wir Tausende von Kandidaten für unsere Kunden generiert und wissen, dass der Markt nicht leer ist oder dass es den Fachkräftemangel in dieser dramatisierten Ausprägung nicht gibt (in unseren Augen). Die Arbeitskräfte, besonders die guten, befinden sich gerade nur nicht auf der Suche, weil diese im Moment auf Arbeit bei Ihrer Konkurrenz sind, und man erreicht diese dann nicht über den herkömmlichen Weg. Hier hilft es extrem, neue Wege einzuschlagen, den Recruiting-Prozess zu überdenken und auch selbst mal zu überlegen, wie man attraktiv für potenzielle Kandidaten werden kann. Mit unpersönlichen Stellenanzeigen auf Jobbörsen zwischen 50 weiteren Stellen (die sich alle ähnlich anhören) bekommt man sicherlich nicht mehr die Menge und Qualität, die man sich eigentlich erhofft hat.

Wenn Sie jetzt Probleme bei der Personalsuche haben, dann können Sie sich sehr gerne für eine kostenfreie Erstberatung auf recruiting-guru.de eintragen. Dann können wir persönlich verschiedene Strategien mit Ihnen durchsprechen und schauen was für Sie sinnvoll umsetzbar ist.

Herzliche Grüße aus Leipzig,

Ihr Christian Wolfram.

Allgemein / 4. Dezember 2019

Die erste BNI Global Convention in Europa

BNI

Die erste BNI Global Convention in Europa

2019 zog es die Mitglieder des Business Network International ins polnische Warschau. Zum ersten Mal hielt das Netzwerk für Unternehmen mit Weitblick seinen jährlichen Weltkongress in Europa ab. 3000 Menschen aus 73 Ländern trafen sich in der Stadt an der Weichsel, um Kontakte zu knüpfen, von Geschäftsexperten zu lernen und den großen Traum vom gemeinsamen Erfolg miteinander zu feiern.

Motto: Dream Big

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, wenn 3000 Menschen mit demselben Gedanken zusammenkommen. Sie alle wollen ihre Geschäfte persönlicher gestalten und direkte Kontakte von Mensch zu Mensch knüpfen. Seit 2015 bin ich Mitglied im BNIChapter Georgius Agricola (Chemnitz), der Unternehmensgruppe für die Region Südost. Mit der Atmosphäre bei unseren wöchentlichen Frühstückstreffen lässt sich der Weltkongress jedoch kaum vergleichen.

Persönliche Kontakte erleichtern die tägliche Arbeit im Unternehmen erheblich. Die Suche nach neuen Mitarbeitern, Empfehlungen für Lieferanten oder Ratschläge in schwierigen Situationen – alles lässt sich bequem über das gemeinsame Netzwerk erledigen. Da fällt es leicht, dem Kongress-Motto zu folgen und die “großen Träume” in Angriff zu nehmen.

Warschau – eine herrliche Stadt

Dass die Wahl für den ersten BNI-Weltkongress in Europa ausgerechnet auf Warschau fiel, fand ich sehr treffend. Im Zusammenhang mit dem Treffen habe ich mir die Stadt an der Weichsel etwas genauer angesehen. Polens Hauptstadt passt ausgezeichnet zu dem Business-Netzwerk. Ihre Bewohner gehen offen auf Besucher zu, sind freundlich und zuvorkommend. Genauso sieht es bei den Kontakten zwischen den verschiedenen Unternehmen aus.

Hinzu kommt, dass mich Warschau mit ihrer neuen und modernen Infrastruktur überrascht hat. Hier haben die Stadtplaner Weitblick und den Willen zur Innovation bewiesen. Natürlich hat auch die exzellente polnische Küche dazu beigetragen, dass Warschau einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Nächster Stopp: USA

Die Erfahrungen beim diesjährigen Weltkongress waren durchweg positiv. Aus diesem Grund werde ich im nächsten Jahr wohl wieder mit unserer Gruppe daran teilnehmen. Kontakte sind mit der wichtigste Faktor, den erfolgreiche Unternehmen ihren Mitbewerbern voraus haben.

Für 2020 hat der BNI (Business Network International) das sonnige Florida als Austragungsort für den Weltkongress ausgewählt. Dann treffen wir uns in Miami, um gemeinsam über Strategien nachzudenken, unsere jeweiligen Geschäfte durch Zusammenarbeit voranzutreiben.

Der für mich vielleicht wichtigste Aspekt ist neben den erweiterten Geschäftsmöglichkeiten aber vor allem eines. Das Netzwerk fördert die menschliche Zusammenarbeit und weniger das Konkurrenzdenken. Der Leitspruch “Wer gibt, gewinnt!” zeigt für mich, wie wichtig es ist, selbst in der heutigen Zeit die Menschlichkeit im Geschäftsleben hochzuhalten.

Allgemein / 26. September 2019

Der große Preis des Mittelstandes 2019 – Wir sagen Danke!

Preis

Die Ehre ist groß, unsere Dankbarkeit noch größer. Am 31. August 2019 durften die beiden Mutmacher Walter Stuber und Dirk Eckart stellvertretend für das ganze Unternehmen den Preis der Finalisten zum Großen Preis des Mittelstandes in Empfang nehmen. In einem sind sich die Chefs der Gesellschaft einig: ohne ihre Mitarbeiter, Unterstützer, Ehefrauen und Familienangehörige wären weder Mutmacher Walter Stuber, noch Mutmacher Dirk Eckart so weit gekommen. Der Preis ist daher eine Auszeichnung für die gesamte Gesellschaft.

In guter Gesellschaft

Bereits zum 25. Mal ehrt die Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem Großen Preis des Mittelstandes all jene Unternehmen, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen. Die Zeitung DIE WELT nennt den Preis zu Recht die “deutschlandweit begehrteste Wirtschaftsauszeichnung” und schon die Nominierung ist eine große Anerkennung geleisteter Arbeit.

Walter Stuber und Dirk Eckart befinden sich als Finalisten mit der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in guter Gesellschaft. Von den 16.000 Unternehmen, die seit 1994 für den Wettbewerb nominiert wurden, erreichten rund 5.000 die Jurystufen. Sie bilden das Netzwerk der Besten, das mit unternehmerischem Engagement ein erstrebenswertes Beispiel für Startups und Jungunternehmer bietet.

Eine Gemeinschaftsleistung

Der Dank, das möchten die beiden Mutmacher ausdrücklich betonen, gilt vor allem ihren Unterstützern. An erster Stelle sind das die Mitarbeiter, die jeden Tag tatkräftig und flexibel Höchstleistungen erbringen, klug mitdenken und das Rückgrat des Unternehmens darstellen. Ohne die tollen Mitarbeiter wäre das Unternehmen niemals dort, wo es heute ist. Auch die vielen Unterstützer unter den Kollegen, Zulieferern und Geschäftspartnern tragen einen wichtigen Teil zum Erfolg bei.

Doch allem voran gilt der Dank den Ehefrauen, die täglich den Rücken stärken, Liebe und Verständnis entgegenbringen und selbst in schwierigen Zeiten für die Gerüstbauer da sind. Zusammen mit den Familien liefern sie den Grund für den enormen Aufwand, den der Betrieb eines Gerüstbauunternehmens mit sich bringt. Zu guter Letzt darf an dieser Stelle die Leistung von Peter Dyroff der meeco Communication Services GmbH nicht unerwähnt bleiben. Seiner Arbeit und seiner Person gebührt besonderer Dank.

Für die Auszeichnung und die Mitwirkung aller Beteiligten sagen Walter Stuber und Dirk Eckart aus tiefstem Herzen Danke.

Allgemein / 12. August 2019

Meine Zahlen für 2019

Zahlen

Gastbeitrag von Nicole Lange

6,7,8 – das sind meine Zahlen für 2019 die mich durch das Jahr begleiten werden.

Doch was haben diese auf sich?

Seit fast 6 Jahren (Oktober) arbeite ich bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein.

Am Anfang habe ich noch Baustellenunterlagen in Papierform eingescannt und digitalisiert, habe meine Kollegen oft um Hilfe fragen müssen und stand auch schon manchmal davor, aufzugeben.

Doch das hatte ich nicht, denn ich habe für meine Tochter zu sorgen.

Nun lege ich sämtliche Unterlagen direkt digital ab, denn jeder Kolonnenführer hat ein Tablet zum Ausfüllen. Ich arbeite in unserer Mitarbeiter-App, mit OneNote und OneDrive. Ich habe auch, und das macht mich sehr stolz, eine Urkunde mit dem Titel „Direktorin des ersten Eindrucks“ erhalten.

Also man sieht, wenn man den Mut nicht verliert, kann man vieles erreichen.

Die Zahl 7 steht für die Jahre, in der mein Mann und Papa meiner Tochter tot ist. Es war ein harter Schlag. Auch er hat bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH als Gerüstbauer gearbeitet. Er bekam von der Firma die Möglichkeit seinen LKW-Führerschein zu machen und auch bei unserer Hochzeit 2010 war sein Chef Dirk Eckart mit vor Ort.

Zur Beerdigung 2012 kam eine Vielzahl von Menschen, auch Arbeitskollegen und beide Chefs Walter Stuber & Dirk Eckart waren da und nahmen Anteil. Ein sehr bewegender Moment für mich.

In diesen Momenten fehlte mir oft Mut und Kraft weiter zu machen, aber ich hatte viele Freunde um mich herum die mir geholfen haben, über diese schwere Zeit hinwegzukommen.

Die Zahl 8 steht für meine Tochter, diese wird jetzt im Mai 8 Jahre alt und ist mein allergrößter Schatz. Sie erinnert mich sehr an ihren Vater und als ich sie mal fragte, wo sie denn einmal arbeiten möchte, sagte sie: „Ich möchte auch einmal bei Gemeinhardt Gerüstbau arbeiten“. Auch bei ihr brauche ich manchmal viel Mut & Ausdauer, um mich durchzusetzen und ihren süßen Kulleraugen zu widerstehen.

Wie ihr seht, sind meine Mut-Zahlen für 2019 die 6, die 7, und die 8.

Scheitern? Das ist mir nie begegnet. Alles, was mir begegnete, waren vorübergehende Rückschläge.

Bill Marriot

Allgemein / 29. Juli 2019

Mitarbeiterrückgewinnung – So wertvoll sind zurückkehrende Mitarbeiter

Mitarbeiterrückgewinnung - So wertvoll sind zurückkehrende Mitarbeiter

Ich kündige – dieser Satz klingt in den Ohren eines Unternehmers wie das Läuten einer Warnglocke. Wer nur an den Produktivitätsverlust denkt, übersieht schnell weitere Chancen. Manchmal sind es persönliche Gründe und nicht mangelnde Zufriedenheit oder Wertschätzung, die einen Mitarbeiter zum Jobwechsel bewegen. Mit einem offenen Ohr für die Gründe decken Sie vielleicht Missstände im Unternehmen auf. Gelingt es Ihnen die Fachkraft zur Rückkehr zu bewegen, haben Sie zukünftig einen loyalen Verbündeten in Ihrem Unternehmen.

Auf einmal ist die Fachkraft weg

Häufig bemerken nur die engsten Vertrauten, wenn ein Kollege mit dem Gedanken spielt, das Unternehmen zu verlassen. Vorwürfe sowohl gegen diesen Vertrauten, wie auch gegen sich selbst sind unangebracht. Erst wenn die Gründe bekannt sind, besteht Handlungsbedarf.

Der plötzliche Wegfall des Erfahrungsschatzes zieht unweigerlich einen Produktivitätsverlust nach sich, den ein Unternehmer bestmöglich und frühzeitig auszugleichen hat. Den effektivsten Weg dafür bietet die Rückkehr des unzufriedenen Mitarbeiters. Dazu muss der Unternehmer jedoch die Gründe für die Kündigung kennen.

Gegen mangelnde Zufriedenheit, unerfüllte Wertschätzung oder ein problematisches Arbeitsumfeld lassen sich Gegenmaßnahmen setzen. Bei rein privaten Gründen, wie einer anstehenden Hochzeit oder dem Pflegebedarf eines Angehörigen, gestalten sich Maßnahmen dagegen schwierig. In jedem Fall ist Einfühlungsvermögen und ein großes Maß an Fingerspitzengefühl gefragt, wenn Sie die Auswirkungen auf Firma und Mitarbeiter so gering wie möglich halten möchten.

Auf der Suche nach dem Warum

Liegen die Gründe für eine Kündigung im Arbeitsklima, in einer geringen Wertschätzung oder der Unzufriedenheit über die eigenen Entwicklungschancen, besteht die Gefahr einer Kettenreaktion. Weitere Kündigungen könnten folgen. Schon aus diesem Grund ist es dringend ratsam, die Gründen für den Austritt aufzudecken.

Gründe wie:

  • Stress
  • fehlendes Lob
  • übermäßige Kritik
  • Überstunden
  • unerfüllte Gehaltsvorstellungen
  • unverträgliche Arbeitszeiten
  • Mobbing
  • Belästigungen

beeinträchtigen neben der Zufriedenheit auch das Leistungsvermögen und die Produktivität. Hier ist der Unternehmer gefragt, schnell und nachhaltige Lösungen zu finden und die Rückkehr zu einem positiven Arbeitsklima einzuleiten. Mitarbeitergespräche und eine direkte Nachfrage nach den Kündigungsgründen helfen dabei, unbekannte Missstände aufzudecken und das Arbeitsumfeld für alle Beschäftigten zu verbessern.

Überzeugen statt überreden

Schafft es ein Unternehmer, einen eingearbeiteten Mitarbeiter zur Rückkehr zu bewegen, liegt darin das beste Ergebnis für die Produktivität. Dazu muss er während der Aussprache Geduld und die Fähigkeit zum aktiven Zuhören beweisen. Es ist ein langer Weg, die Zufriedenheit eines Arbeitnehmers zurückzugewinnen.

Im Gespräch genannte Abwanderungsgründe sollten ernst genommen werden und eine echte Wertschätzung für die Person und die Arbeit des Kollegen vermittelt werden. Nur ein Gespräch auf Augenhöhe bietet die aufrichtige Basis für einen Neuanfang. Je mehr der Unternehmer seinem Angestellten dabei entgegenkommt, desto größter ist die Chance, ihn zur Rückkehr zu bewegen.

Der Vorteil für das Unternehmen ist gewaltig. Zusätzlich zur Aufrechterhaltung der Produktivität sind zurückgewonnene Arbeitnehmer besonders loyal und helfen aktiv mit konstruktiver Kritik, das Unternehmen stetig zu verbessern. Sie steigern dadurch auch die Zufriedenheit ihrer Kollegen.

Fazit

In der Mitarbeiterrückgewinnung steckt viel Potenzial. Gewinnt ein Chef seinen Mitarbeiter zurück, steigert das dessen Loyalität und Wertschätzung gegenüber der Firma. Ein klärendes Gespräch kann somit weit mehr als viel Geld sparen.

Dirk Eckart