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Allgemein / 26. Februar 2020

Die Familie im Unternehmen

Familie

Die Familie im Unternehmen – Vorteile und Vorurteile beleuchtet

Ob Bauunternehmen oder Restaurant, Industrieunternehmen oder Bank – Familienunternehmen stellen das Rückgrat unserer Gesellschaft dar. Die hohe Fürsorge gegenüber der Familie und den Mitarbeitern macht familiengeführte Unternehmen zu heiß begehrten Arbeitgebern. Junge Familienmitglieder haben es jedoch nicht immer leicht im Team.

Die Hälfte aller Arbeitnehmer und 90 Prozent der deutschen Unternehmen

Familienunternehmen besitzen eine hohe Motivation, den Unternehmenswert zukunftssicher zu verwalten. In nahezu allen Fällen soll das Unternehmen später einmal von einem Sohn oder Tochter der Familie übernommen werden. Je besser ein Betrieb dasteht, desto leichter wird es der Nachfolger haben.

Diese Strategie zahlt sich aus, wie unzählige Familienunternehmen am Standort Deutschland beweisen. Gut 90 Prozent aller deutschen Unternehmen befinden sich im Familienbesitz. Sie sind es, die etwa die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen. Viele Beschäftigte geben die hohe Zukunftssicherheit als ihre Motivation an, sich bei einem Familienunternehmen zu bewerben.

Hohe Motivation im Team

Wo die Unternehmensführung sich um Nachhaltigkeit, Zukunftssicherheit und ein positives Arbeitsklima bemüht, fühlen sich auch die Mitarbeiter gut aufgehoben. Entscheidungen werden hier selten in Hinsicht auf einen schnellen Profit getroffen. Meist steht das stetige Wachstum und die stetige Integration neuer Technologien und Methoden im Vordergrund.

Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, sich selbst und ihr Wissen in ein Team einzubringen, das sich gegenseitig unterstützt. Das hebt die Motivation und steigert die Zufriedenheit. Die Inhaber-Familie profitiert dagegen von einem starken, mitdenkenden Team aus engagierten Mitarbeitern. Im harten Konkurrenzkampf der Märkte stehen Familienunternehmen daher meist stärker da als beispielsweise profitgetriebene Aktienunternehmen.

Familienangehörige kämpfen gegen Vorurteile

Für Mitglieder der Inhaber-Familie, die ihre Arbeitskraft zum Wohle der Unternehmen einbringen, gibt es jedoch einen Wermutstropfen zu beklagen. Immer wieder kommt es vor, dass ihre Kollegen sie ausschließlich als enge Vertraute der Inhaber ansehen. Vorurteile und Ausschluss von sozialen Gruppen sind keine Seltenheit. Obwohl sie die gleiche Leistung erbringen, ist ihre Arbeit für die Kollegen eine Selbstverständlichkeit. Wertschätzung und Anerkennung bleiben aus, was sich negativ auf die Motivation niederschlägt.

Doch gerade die Familienangehörigen stehen unter doppeltem Druck. Auf der einen Seite müssen sie die Erwartungen der Familie erfüllen. Auf der anderen Seite müssen sie als Teil im Team ihre Arbeit verrichten und gleichzeitig die finanziellen Interessen der Firma bedenken. Eine schwierige Herausforderung, der nicht jeder gewachsen ist.

Wertschätzung und Anerkennung

Viele Unternehmer, die in ihrem eigenen Unternehmen beschäftigt sind, haben sich mit der Situation abgefunden. Doch das muss nicht sein. Ein Mitarbeiter, der seinem Chef gelegentliche Worte der Aufmunterung zukommen lässt, erhält häufig auch ein positives Feedback zurück. „Danke“ oder „gut gemacht“ sind schließlich Worte, die jeder Mensch gerne hört.

Diese Art der Wertschätzung und Anerkennung verbessert das gesamte Betriebsklima. Warum also nicht einfach mal auf den Chef zugehen und ihn oder sie für die vielen Stunden loben, die er zur Sicherung der Arbeitsplätze und dem Wohl der Firma opfert. Im Endeffekt gehören so alle Mitarbeiter zur erweiterten Unternehmens-Familie mit dazu.

Dirk Eckart - Mein Blog zum Thema Gerüstbau / 22. September 2017

Motivation – anders herum

Wie mich meine Mitarbeiter ermutigen

Urlaubszeit – Das sind die Wochen im Jahr, in denen die einen ihre freien Tage genießen und die anderen im Betrieb mehr arbeiten, weil sie deren Aufgaben übernehmen. Wenn alles wie geplant läuft, ist das auch kein Problem. Wenn….

Dass diese Zeit aber auch jede Menge Herausforderungen mit sich bringen kann, das habe ich gerade hautnah erlebt!

Kurz vor Antritt des Jahresurlaubs meines Mitgesellschafters Walter Stuber bekam ich die Krankmeldung unseres Bauleiters, der für den Raum Sachsen und Sondergerüstbau zuständig ist. Rund drei Wochen würde er voraussichtlich ausfallen. Das hieß für mich, dass ich seine Arbeit, zusätzlich zu allem anderen, mitmachen musste.

Unerwarteter Tausch: Schreibtisch gegen Baustelle

Für mich war das kein Problem! Ich bin gerne als Bauleiter unterwegs. Dann komme ich direkt mit den Handwerkern ins Gespräch, erfahre von den Kollegen was gerade läuft und was nicht, dienstlich und privat. Es ist gut und hilfreich, wenn ich als Gesellschafter und Geschäftsführer hin und wieder direkt an der Basis arbeite. Danach kann ich die Bedürfnisse und auch die Kritik der Mitarbeiter viel besser verstehen und etwas verändern.

 

Alles lief bestens. Aber dann ging unser zweiter Bauleiter in Elternzeit und der Dritte musste aus privaten Gründen seine Arbeitszeit verkürzen. Dazu kam auch noch ein unvorhergesehener Personalengpass in der Buchhaltung. Eine Mitarbeiterin war in Urlaub und die, die die Vertretung übernehmen sollte, musste plötzlich mit ihrer Tochter ins Krankenhaus.

Unerwartete Herausforderung

Ich kam ganz schön ins Rotieren, weil die Arbeit an mehreren Schaltstellen im Unternehmen auf einmal anders verteilt werden musste. Konkret bedeutete das für mich, dass ich mein persönliches Zeitmanagement genau unter die Lupe nehmen musste. Zum einen war es nötig, Außentermine so zu planen, dass keine Zeit zwischendurch vergeudet wurde.

Zum anderen waren da die Büroarbeiten! Es stapelte sich einiges, da die gesamte Geschäftsführung ja auch über mich lief: Angebote sichten und kalkulieren, offene Rechnungen der Kunden besprechen, Lieferantenrechnungen überprüfen, Mitarbeitergespräche führen, entgangene Anrufe, die durch Global Office www.global-office.de  entgegen genommen wurden, beantworten, Mails bearbeiten und ein neuer Blogbeitrag für meine Homepage war auch noch fällig!

Unerwartetes Hilfsangebot

Am Mittwochmorgen saß ich an meinem Schreibtisch und wollte gerade mit einer weiteren Baustellenvorbereitung loslegen,  da standen plötzlich drei unserer Büromitarbeiterinnen vor mir und sagten, dass sie sofort und gleich mit mir reden wollten! Mein erster Gedanke war: „Was passiert jetzt? Wer ist jetzt noch krank geworden?“

Nicole Lange, Ulrike Eckart und Katrin Fay hatten aber etwas ganz anderes auf dem Herzen! Sie fragten, wie sie mir helfen und mich unterstützen könnten! Dass bei mir seit Tagen Dauerstress herrschte, war ihnen natürlich nicht entgangen! Das hat mich sehr berührt! Denn sie selber haben durch die Personallücke in der Buchhaltung auch sehr viel mehr zu tun. Trotzdem waren sie bereit mir unter die Arme zu greifen!

Unerwartete Motivation

Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich über meine Grenzen im Einsatz war! Denn ich mache meine Arbeit mit Freude und Hingabe! Es ist nicht nur mein Beruf, sondern ich lebe meine Berufung! Darüber hatte ich wohl vergessen, dass ich ein Team an der Seite habe, das bereit ist sich ebenfalls voll und ganz einzubringen! Danke an dieser Stelle nochmal an Nicole, Katrin und Ulrike! Euer Angebot hat mich extremst motiviert!

Mir hat das Erlebnis ganz neu deutlich gemacht, dass der Erfolg eines Unternehmens ganz eng damit verbunden ist, dass Führungsetage und Mitarbeiterteam gemeinsam unterwegs sind und alle füreinander da sind!

Solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünsche ich Ihnen auch!