Allgemein / 8. März 2021

Mediennutzung im Lockdown – Es geht auch mal ohne

Lockdown

Stubenhocker, Couch-Potato, Sesselpuper – In Zeiten von Corona und Lockdown entwickeln wir uns Stück für Stück zum Passiv-Menschen. Wo wir unsere Energien früher aktiv und kreativ einsetzten, leben wir heute vor dem Fernseher oder Computer. Die Familie kommt dabei häufig zu kurz, worunter vor allem die Jugend leidet. Es geht aber auch anders.

Wir mutieren zum Höhlenmenschen

Corona hält die Welt weiter in Atem. Mit jeder weiteren Woche Lockdown schwinden die Erinnerungen an jene Tage, die wir unbeschwert mit unserer Familie verbringen durften. Vor allem die Jugend hat es schwer, einen Sinn für den Normalzustand zu entwickeln.

Die Corona-Medien bestimmen unseren Tagesablauf, vom Distance-Learning über das Home-Office bis zum Treffen mit Freunden in Online-Spielen blicken wir Stunde um Stunde auf unsere Bildschirme. Im Corona-Lockdown sind sie der einzig sichere Kontakt zur Außenwelt. Nahtlos gehen Schul- und Arbeitswelt danach in die Freizeit über, in der wir am Fernseher hängen oder zu Facebook surfen. Die Familie kommt dabei nicht selten zu kurz.

Der Jugend eine Alternative bieten

Eine Möglichkeit sich aus dem mentalen Lockdown zu befreien ist das gezielte Setzen von Tages-Highlights. Nicht nur die Jugend braucht Abwechslung, unser aller Psyche sehnt sich nach frischen Erfahrungen. Was liegt da näher, als der Jugend etwas zu bieten, was der ganzen Familie zugutekommt.

Veranstalten Sie doch mal eine Corona-Pizza-Party, bei der sich jedes Familienmitglied eine eigene Pizza zusammenstellt. Oder verwandeln sie den eintönigen Fernsehabend in ein Kino-Event, mit Popcorn, Wunschfilm und Platzkarten für die Couch. Kreativität ist gefragt, ob beim gemeinsamen Brettspiel-Abend, Karaoke-Auftritt oder einem gemeinsamen Online-Kurs für Elektronik-Bastler. Alles ist erlaubt, solange es den gewohnten Tagesablauf durcheinander wirbelt.

Trainingszeit für Jung und Alt

Das Zusammenleben der Familie profitiert von den gemeinsamen Stunden ungemein. Dabei hat die Medieneinschränkung noch einen weiteren Nutzen. Was als Medienerziehung für die Jugend gedacht war, dürfen Erwachsene natürlich auch nutzen, um sich einmal in Selbstregulierung zu üben. Es sind bei weitem nicht nur die Kinder, die oft unbedacht vor dem Fernseher sitzen oder wahllos durch das Internet surfen.

Wenn wir den Corona-Lockdown dazu nutzen, neue Hobbys aufzubauen oder unsere Umwelt aus einem frischen Blickwinkel wahrzunehmen, dann gewinnen wir ein großes Stück Lebensfreude zurück. Diese Freude ist es wert, sich im Einhalten selbstgesetzter Grenzen zu üben.

Lachen Sie Corona mitten in das symbolische Gesicht und haben Sie Spaß daran, mit Ihrer Familie neue, interessante und wundervolle Dinge zu entdecken, die Ihnen im gewohnten Alltagstrott womöglich entgangen wären.

Ihr Dirk Eckart

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