Allgemein / 15. Februar 2019

X, Y, Z – Generationenunterschiede im eigenen Unternehmen

Das eigene Unternehmen ist immer ein Spiegel der Gesellschaft. In ihm treffen verschiedene Generationen aufeinander, jede geprägt von unterschiedlichen Erfahrungen, Zielen und Motivation. Als Mutmacher zur Selbstständigkeit möchte ich heute das Licht auf die Generationsunterschiede lenken, schließlich bilden die Mitarbeiter das Gerüst eines jeden stabilen Unternehmens. Es gibt wenig, das motivierender wirkt, als ein Chef mit Verständnis für die Wünsche und Probleme seiner Mitarbeiter.

Die Situation

In meinem Buch Mutmacher lasse ich reale Unternehmer von ihren Erfahrungen auf dem Weg zur Selbstständigkeit berichten. Viele von ihnen stellen sich auf den Wandel ein, den die Generation X mit sich bringt. Zur kurzen Übersicht:

Generation X
Menschen, die zwischen 1965 und 1980 geboren wurden. Sie sind geprägt vom Ende des Kalten Kriegs, vom Einzug der Computer in den Arbeitsalltag und von den Anfängen mobiler Technologien. Ihr Ziel ist eine gesunde Work-Life-Balance. Ihre berufliche Zukunft sehen Sie im eigenen Beruf und weniger verbunden mit ihrem Arbeitgeber.

Generation Y
Zwischen 1981 und 1995 geborene Menschen sind von den Terroranschlägen vom 9. November geprägt, von allgegenwärtigen sozialen Netzwerken und von der ständigen Erreichbarkeit von Informationen. Sie sind digitale Unternehmer, die „mit“ und nicht „für“ verschiedene Unternehmen arbeiten.

Generation Z
Die nach 1995 geborene Generation lebt unter dem Einfluss von Erderwärmung, Globalisierung, wirtschaftlichem Abschwung und den Enthüllungen von Edward Snowden und Wikileaks. Sie holen sich Informationen über eigene Medienkanäle, arbeiten an ihrer Multitasking-Karriere und erleben täglich technische Revolutionen, wie 3D-Drucker und fahrerlose Autos.

Wandel der Generationen in den Unternehmen

Womit viele Firmen zurzeit noch ihre Schwierigkeiten haben und weswegen Wirtschaftsmedien von einem Wandel sprechen, ist der Umbruch zu viel mehr Selbstbestimmung vonseiten der Mitarbeiter. Bei meiner Arbeit auf dem Gerüst erlebe ich diesen Wandel täglich. Anstatt darin jedoch eine Gefahr zu sehen, plädiere ich dafür, die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen.

Die Erfahrung und Fähigkeiten der sogenannten „Digital Natives“ stellt für Unternehmer ein großes Potenzial dar. Um Sie zu erreichen, ist es als Unternehmer hilfreich, sich mit YouTube, Employer-Branding und Digitalisierung auseinanderzusetzen.

Als Chef zwischen den Generationen

Die meisten Unternehmer im meinem Buch Mutmacher 2 haben am eigenen Leib erlebt, wie schwierig es ist, an fachkundige, motivierte Mitarbeiter zu kommen. Durch den demografischen Wandel, bei dem die Geburtenrate deutlich unter der Sterberate liegt, gibt es immer weniger junge Menschen, die auf dem Gerüst oder anderswo arbeiten wollen.

Die Folge ist ein Paradigmen-Wechsel im Bewerbungsprozess. Wo sich einst Mitarbeiter um eine offene Stelle beworben haben, sind es heute die Unternehmen, die vielversprechende Kandidaten umwerben. Um hier erfolgreich zu sein, muss ein Chef die Sprache der unterschiedlichen Generationen sprechen. Als Mutmacher zur Selbstständigkeit möchte ich daher auch ein Mutmacher zu neuen Wegen der Mitarbeiter-Werbung sein.

Gleiches gilt auch für die innerbetriebliche Kommunikation. Hier gilt: nur was beim Empfänger ankommt, kann dieser auch verstehen. Speziell auf den Umgang mit der Generation Z werde ich in meinem nächsten Blog-Beitrag näher eingehen.

Fazit

Das Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche verschiedener Generationen ist der Schlüssel für ein gutes Betriebsklima und wirtschaftlichen Erfolg.

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