Allgemein / 27. Oktober 2022

Gründe warum ihr euerm Arbeitgeber egal seid

Jeder Mitarbeiter im Team ist eine Bereicherung

Feedback ist im Handwerk nicht nur während der Ausbildung wichtig. Auch im Arbeitsalltag zeigt es dem Mitarbeiter, wie der Chef die Leistung im Team bewertet und schätzt. Im Handwerk stehen einem Vorgesetzten neben dem Feedback noch viele weitere Werkzeuge zur Verfügung, einem Mitarbeiter seine Wertschätzung auszudrücken – und das sollte er auch regelmäßig tun.

Gegen das Gefühl, nur ein Rad im Getriebe zu sein

Frustration fängt häufig schon während der Ausbildung an. Anstatt dem Azubi das Handwerk beizubringen und in ein bestehendes Team zu integrieren, sehen einige Betriebe die Ausbildung als Zeit billiger Arbeitskräfte an. Unabhängig von der verpassten Chance, neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zerstört ein solches Verhalten auch das Vertrauen in das Handwerk.

Mitarbeiter sind das wertvollste Gut im Unternehmen. Mit Respekt und Wertschätzung tragen sie maßgeblich zum Erfolg bei und bestimmen den Ruf und die Außenwirkung, die ein Unternehmen entfaltet. Gerade junge Menschen in der Ausbildung liefern innovative Konzepte, frische Blickwinkel und pfiffige Geschäftsideen.

8 Wege, Ihren Angestellten Respekt entgegenzubringen

Bei den Umgangsformen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern haben sich im Handwerk acht Herangehensweisen bewährt. Diese beeinflussen das Arbeitsklima sowohl während der Ausbildung positiv, als auch bei den täglichen Aufgaben im Team.

1) Mitarbeiter, die über Geschehnisse in der Firma auf dem Laufenden sind, nehmen diese Informationen als Kommunikation auf Augenhöhe wahr. Auch Feedback und individuelles Lob gehören dazu.

2) Kenne Dein Team- Prägen Sie sich die Gesichter Ihrer Team-Mitglieder ein und lernen Sie ihre Namen. Eine Begrüßung mit dem Namen zeigt Respekt und Wertschätzung.

3) Zeit ist ein kostbares Gut. Überwindet sich ein Auszubildender oder Mitarbeiter, ein Gespräch zu suchen, dann lohnt Sie diese Zeit auch für Sie. Heraufziehende Probleme können so schon im Keim erstickt werden.

4) Privilegien werden als Gewohnheitsrecht angesehen, deren Streichung als Tadel. Ehren Sie den gewährten Gratis-Kaffee im Pausenraum, akzeptierte Kulanz-Regeln oder die Raucherpause auch für Nichtraucher. Gleiches gilt für Bonuszahlungen, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Freizeitausgleich.

5) Pflegen Sie ein Klima der Menschlichkeit, mit einem respektvollen Miteinander und höflichen Umgangsformen.

6) Es ist immer gut, sowohl über Todesfälle in der Familie, anstehende Geburten oder belastende Notsituationen informiert zu sein, als auch sich an Jubiläen, Betriebszugehörigkeit und geleistete Dienstjahre zu erinnern.

7) Jeder erfüllte kostenneutrale Wunsch verbessert die Moral. Private Nutzung des Firmen-Handys, gleitende Arbeitszeiten oder Möglichkeiten zum Homeoffice mögen den Ausschlag geben, ob ein Mitarbeiter dauerhaft in Ihrer Firma bleibt.

8) Investitionen in Firma und Mitarbeiter sollten sich die Waage halten. Neue Firmenwagen, Computer oder Werbegeschenke bei gleichzeitigen Gehaltskürzungen sind ein echter Schlag ins Gesicht.

Ja, das Beschreiten der oben genannten Wege ist manchmal aufwendig. Bedenken Sie aber, dass sich die Zeit und Anstrengung, die Sie in Ihr Team investieren, einen dauerhaft positiven Einfluss auf Ihr Betriebsklima mit sich bringt. Das ist unbezahlbar.

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